Veröffentlicht in Bewegte Frauen

Clara Fey

Was tut eine Frau im 19. Jahrhundert, wenn sie etwas bewegen will, aber die Zeit der Sozialverbände noch nicht gekommen ist. Sie gründet eine Kongregation, eine Ordensgemeinschaft. Zusammen mit ihren Freundinnen Pauline von Mallinckrodt und Franziska Schriever erkannte Clara Fey die Not der Waisenkinder und Kinder armer Eltern als Folge der Industrialisierung. Am 2. Februar 1844 gründete sie den Orden „Schwester vom armen Kinde Jesu“. Sie erkannte ebenfalls wie notwendig gerade gute Bildung für vernachlässigte Kinder und Jugendliche sei, um sie nicht vollständig abzuhängen. Und so gründete sie 1837 die erste Armenschule. Die Begriffe mögen uns heute fremd und diskriminierend erscheinen, nicht aber die Idee und die Konzepte.

Was hat Clara Fey schon früh gezeigt:

– Alle Kinder und Jugendlichen brauchen Bildung
– Freundeskreise und Netzwerke helfen
– Frauen können zusammen etwas bewegen

Autor:

Digitaler Wandel in der sozialen Arbeit: Zeitzuteilen.blog & Reisekladde: aus meinen Reisetagebüchern.

5 Kommentare zu „Clara Fey

  1. Habe mein Abitur an einer katholischen Mädchenschule gemacht, geleitet von den Schwestern vom armen Kinde Jesu … je älter ich werde, umso größer die Affinität zur katholischen Kirche. Es ist schon interessant, daß ausgerechnet die als stockkonservativ geglaubten Kirchen tatsächlich Weichen im Sinne von Bildung für Frauen gestellt haben, als die Gesellschaft noch nicht einmal daran gedacht hat. Schönes Thema, gute Beiträge insgesamt, danke dafür!

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      1. Nichts dauert länger als substanzielle Veränderungen. Das soziale Gefüge bei uns würde ohne die kirchlichen Einrichtungen mit lautem Krachen auseinanderfallen. Darüberhinaus bin ich auch sehr froh über den jetzigen Papst – auch der ist von der Kurie gewählt worden, nicht von der Bevölkerung oder wem auch immer. Die Fähigkeit zur Erneuerung innerhalb der kathol. Kirche ist doch mehr als bemerkenswert. Die (mediale) Öffentlichkeit scheint die Schritte, die zu diesem Ergebnis führten, nicht wahrzunehmen – oder zu wollen?! Bin auf jeden Fall dankbar, daß nicht nur ich die Dinge etwas differenzierter sehe…. Und die Rheinländer müssen in der Fremde ja auch ein wenig zusammenhalten .. Gruß aus Oberfranken ( aus einem kathol. Dorf mit Pfarrer und Glockenläuten am Sonntagmorgen). 🙂

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      2. Deine Kommentare haben mich schön inspiriert mit den (heiligen) bewegten Frauen weiter zu machen. Am Montag kommt die Nächste. Kennst Du eine, die Dir besonders imponiert hat?

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