Veröffentlicht in Tagebuch

#Inklusion14 (19./20.3.2014)

Der Inklusionsgipfel der UNESCO in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn ist deswegen so interessant, weil er verbindet, was zusammen gehört: Kunst, Bildung, Vielfalt und Internationalität. Und alles macht das Thema Inklusion aus. Wer hier aber gähnend denkt, wie akademisch langweilig, Museumsgeschichte, der wird bald eines Besseren belehrt, wenn der Poetry Slammer Younes Al-Amyra mit  I’Slam überzeugt, dass Tun besser ist als Reden.

Natürlich steht am Anfang aller inklusiven Fragestellungen das Thema Zugänge und hier stellen bereits die Stufen zur Bühne eine erste Barriere dar. Aber Zugänge sind auch in den Köpfen zu finden.

„Es sind die Herzen, die uns verbinden.“ endet DEFA Slammer Dabei Ni.

„Papiere veröffentlichen ist ja schön und gut…“, meint Mrs. Mmantsetsa Marope in ihrem Beitrag. „Aber ernst ist ja nur, was auch tatsächlich gelebt wird. Also lasst die Papiere weg und macht es zu Eurem Arbeits- und Lebensstil!“ Als sie gefragt wird, wann Deutschland seine Ziele umgesetzt haben könnte, sagt sie 2015. „Ihr habt doch alles, was nötig ist.“

Wenn ich eins mitnehme aus dieser Veranstaltung, ist es, dass es auf die Zwischentöne derjenigen ankam, die eingeladen waren, uns musikalisch zu unterhalten. So zum Beispiel auch der Gruppe FEEL SOUNDS. Diese künstlerischen Einlagen sind nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch beste Beispiele wie Lernen heute funktioniert.

Eine hervorragende Keynote von Dr. Gordon L. Porter verrät den Schlüssel zum Erfolg: „Die Kinder selbst. Gebt Ihnen die Möglichkeit zusammen zu sein.“

Wie kann inklusive Bildung gelingen?

– Das Kind in den Mittelpunkt stellen.

– Die Eltern einbeziehen. Sie sind die besten Partner in der Frage, was ihr Kind braucht.

– Den Lehrer/innen kompetente Partner/ Pädagogen zur Seite stellen.

– Räume schaffen, die allen Kindern das Lernen leicht macht. Neue Lernorte kreieren.

– Bildung für alle leben. Alle meint alle. Exklusiv oder inklusiv ist keine Frage der Zugänge.
Es ist  eine Frage der Haltung. Auch der Ressourcen.

– Inklusion und Vielfalt zusammen sehen.

– Ein neues Bildungsverständnis entwickeln. Hören, sehen, schmecken, fühlen, sehen. Bildung ist viel  mehr als Wissensvermittlung. Es ist Ausdruck und kreativer Akt, was jedes Kind von Anfang an schafft. Wir müssen sie nur lassen. Der Film Alphabet bringt das eindrucksvoll zum Ausdruck.

Zum Weiterlesen: Bonner Erklärung zur inklusiven Bildung

 

Autor:

Digitaler Wandel in der sozialen Arbeit: Zeitzuteilen.blog & Reisekladde: aus meinen Reisetagebüchern.

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