Veröffentlicht in Bildung 4.0

Digitale vs. non-digitale Bildung?

Heute zelebriert die USA den German-American Day, einen Feiertag, der jährlich am 6. Oktober begangen wird. Der Feiertag soll an das deutsche Erbe erinnern und nimmt Bezug auf den 6. Oktober 1683, als 13 deutsche Familien, die aus Krefeld in die Nähe von Philadelphia übersiedelten, dort Germantown gründeten. 

Auch bei den Themen Bildung und Erziehung gibt es ein deutsches Erbe:  der erste englischsprachige Kindergarten in den USA war ein Exportschlager aus Deutschland. Elizabeth P. Peabody, die ihn 1860  einrichtete, orientierte sich am Konzept des deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel. Umgekehrt orientieren wir Deutschen uns gerne an amerikanischen Langzeitstudien, z.B.  NICHD Study of Early Child Care, wenn es um die Überprüfung der Wirksamkeit von unterstützenden frühen Hilfen bei Kindern, insbesondere Kleinkindern, geht.


Aktuell greift eine amerikanische Entwicklung tiefgreifend in unseren Alltag ein: die Digitalisierung der Bildungs- und Sozialarbeit. Im Gleichschritt mit dem rasanten technologischen Wandel müssen Bildungsinstitutionen mit ihr leben lernen und Kinder und Jugendliche begleiten, für die sie schon tagtägliche Realität sind.

So stellt sich natürlich die Frage, welche Vor- und Nachteile die Digitalisierung auf Erziehung und Bildung hat. Einerseits lesen wir, dass viele Mitarbeiter/innen von IT Branchen ihre Kinder auf einer Waldorfschule im Silikon Valley anmelden, weil deren Charme darin besteht, dass Computer, Smartphones & Co. verboten sind. Andererseits hören wir von einem  New Classroom Konzept, das ganz auf individuelles Lernen in kleinen digitalen Lernsettings setzt, damit besonders Schüler/innen, die in regulären Schulsettings nicht mitkommen würden, gute Bildungschancen erhalten.  

Die Wahrheit liegt sicher in der Mitte. Solange die Technik unterstützt und nicht beherrscht und das Leben einfacher macht und nicht komplexer, ist ein Gewinn darin zu sehen. Andererseits braucht der Mensch eine Erziehung, die ihn ganzheitlich fördert. Hierfür steht besonders Rudolf Steiner ´s Waldorfpädagogik. Hier verfolgen Waldorfpädagogik und New Classroom Konzepte vergleichbare Ziele: das Individuum steht im Mittelpunkt der Erziehung.









 

Autor:

Digitaler Wandel in der sozialen Arbeit: Zeitzuteilen.blog & Reisekladde: aus meinen Reisetagebüchern.

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