Veröffentlicht in Soziale Arbeit

re:publica 2017 & Soziale Arbeit #Rp17

re:publica und soziale Arbeit – hat das etwas miteinander zu tun? Das habe ich mich letztes Jahr schon gefragt.

Dieses Jahr bin ich etwas schlauer. Und auch meine Vorbereitungen laufen gezielter. Zumal ich genauer weiß, wofür ich das Gehörte und Erlebte anschließend einsetzen möchte.

Grundsätzlich wird man aus allem, was dort präsentiert wird, etwas ziehen können.
Aber ein paar Themen bieten sich natürlich direkt an.

Interessant ist auch, was nicht mehr im Programm ist. Was noch immer und was neu ist.

Muss jede/r dort hin? Nein. Müssen nur die Öffentlichkeitsarbeiter/innen hin? Nein. Das wäre eine vertane Chance.

Aber: die re:publica ist gewöhnungsbedürftig.

Das fängt schon beim Programm an. Eine Fülle von Speakern und Sessions werden präsentiert. Alleine die Begriffe schon. Und die Hälfte auf Englisch.

Also, was passt denn nun?

Wer auf Programm und dann auf Sessions klickt, kommt zu einer großen Auswahl unterschiedlicher Themen (Tracks). Dort gilt es nun zu erschließen, was für die Sozial- und Gesundheitswirtschaft von Interesse sein kann.

Politik & Gesellschaft

Im Programmteil Politics & Society ist die Auswahl groß. Über 100 Angebote habe ich zu diesem Thema bis heute gezählt. Es geht um Datenschutzverordnungen in Europa, um den Umgang mit Hassreden, um eine Internet Gesundheitsklinik, um Lobbyarbeit für das Gute und auch die katholische Kirche bietet ein Forum zu der Fragestellung: Katholische Kirche will Netzpolitik gestalten?! Es geht um digitalen Nachlass und digitalen Kapitalismus im Kontext digitalen Grundeinkommens.

Business & Work

Bei Business & Work  gibt es rund 20 Angebote bis heute. Die Auswahl reicht von der Frage „Sind die Algorithmen die neuen Chefs?“ über „Wie passen Makerspace und Traditionsunternehmen zusammen?“ bis zu der Frage: „Wie kann Deutschland die Führung in der digitalen Wirtschaft übernehmen?“ und die damit verbundene Frage der Zukunft der Arbeit.

Bildung

Das Thema Bildung firmiert unter dem Begriff re:learn . Hier geht es um neue Lernformen, die Frage, ob Kinder schon früh das Programmieren lernen sollten. Neue Bildungsformate für generationsübergreifendes Lernen. Natürlich darum wie Schulen das Lernen in digitalen Lebenswelten gestalten.

Gesundheit

Bei Re:Health geht es um Apps als Hilfen für sehbehinderte Menschen, um e-Health, um digitale Therapiemodelle und Gesundheitsversorgung in Echtzeit.

Recht & Gesetz

Das sogenannte lawLab hält Themen wie Medienstrafrecht, Social Media Recht und ein Meet up für Juristen bereit. Hier begegnet uns im Besonderen Dr. Thomas Schwenke, der Medienanwalt, dessen blauer Pinguin auf Snapchat bei der Erklärung komplizierter juristischer Zusammenhänge hilft.

Generell ist nochmal nach Veranstaltungsformaten zu unterscheiden: Es gibt die Vorträge, die Workshops, die Meet ups und die Ligthning Talks. Nach meinen Erfahrungen im letzten Jahr sind die Vorträge und Workshops inhaltsreich, unterhaltsam und inspirierend. Die Meet ups und Ligthning Talks (Blitzvorträge) sind eher zum Mitmachen und spontanen Austausch gedacht.

Es lohnt einen Blick auf die Speaker zu werfen: Auch hier eine Fülle und einige echte Highlights.

Das Motto der diesjährigen re:publica ist Love out loud . Auch hier gibt es ein buntes Programm. Und es ist gleichzeitig eine Programmatik. Es soll ein Zeichen setzen gegen Hass und Tiraden im Netz.

Bei aller Vorplanung lohnt es sich aber auch, sich einfach treiben zu lassen. Sich von der Atmosphäre inspirieren und vernetzen zu lassen.

Ich wünsche viel Vergnügen!

Autor:

Digitaler Wandel in der sozialen Arbeit (Zeitzuteilen) & Reisen und Lesen mit Hund (Reisekladde).

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