Caritasspirit in Zeiten der Pandemie.

Sonnenaufgänge, tiefblaues Meer, weisser Sandstrand. Diesen Anblick erleben Mitarbeiter*innen und Patient*innen im Caritas Westfalenhaus, unserer Mutter-Kind-Klinik am Timmendorfer Strand, tagaus tagein.

Ein schöner Arbeitsplatz. Eine traumhafte Umgebung, um sich zu erholen. 

Damit das gelingt, sind viele Kräfte am Werk. Wenn ich die Hauswirtschaft um halb zehn auf einen Kaffee treffe, um mal in die Organisation rein zu hören, haben viele schon ihre erste Schicht hinter sich. Die Nachtschwester ist lange nach Hause gegangen. Die Kinder der Patientinnen tollen durch den Garten, die Mütter sind in ihren Anwendungen verschwunden.

Die Verwaltung öffnet den Empfang, um Patient*innen zu beraten und Wäschemarken auszugeben. Die Belastung hat für viele Mütter extrem zugenommen: Homeschooling und Homeoffice auf beengtem Wohnraum hat viele Familien gefordert, belastet, an die Grenzen der Erschöpfung oder darüber hinaus gebracht.

Natürlich haben auch Mitarbeiter*innen Ängste, sich anzustecken. Die Hygienebelastungen, Testungen und immer neuen Erlasse zügig umzusetzen, belasten. Zwei Tage in der Spülstraße haben mir gezeigt, was es heißt, diese Arbeit mit Schutzmaske zu tun.

Was trägt, ist ein Team, das weiß, worauf es ankommt, gute Leitungskräfte, eine hohe Identität mit dem Auftrag. Eine kleine Kapelle im Obergeschoss der alten Villa ist liebevoll für Kinder und Erwachsene eingerichtet und lädt zu einer kleinen Auszeit ein.

Ein solches Haus durch die Pandemie zu führen, ist eine Herausforderung. Es offen zu halten, um den Auftrag zu erfüllen, ist das Gebot der Stunde. Not sehen und handeln. Damit das gelingt, braucht es politische Unterstützung wie den Rettungsschirm, aber wir sind auch auf Spenden angewiesen.

Durch die Benefizaktion Hand in Hand für Norddeutschland können wir Müttern und ihren Kindern, die während der Kur auf manches Angebot verzichten müssen, Alternativen bieten: neue Spielzeuge für den Garten anschaffen, einen Grillplatz einrichten, einen Kräutergarten anlegen. Eine Erbschaft erlaubt uns, ab Herbst die digitale Schule umzusetzen und damit Kindern unserer Patient*innen zu helfen, bei denen unzureichende Beschulung während der Pandemie Bildungslücken verursacht hat.

Danke allen Freund*innen und Förderern, die in der Not helfen und den Geist mit leben.

Den Caritasspirit eben. 

Die Maria im Caritas Westfalenhaus – im Hintergrund die Lübecker Bucht.

2 Kommentare zu „Caritasspirit in Zeiten der Pandemie.

  1. Liebe Sabine, ein wirklich schöner, werbender aber nicht aufdringlicher Text. Danke dafür. Hinweis: in Identität ist ein Vertipper. Wir haben gestern nach der Runde der DiCV-Laufgruppe in der Garage einen Sekt zur Sommersonnenwende getrunken. Dr. Loggen kam aus dem Haus und hat das eine oder andere Anekdötchen erzählt. Dabei haben wir auch kurz über Dich gesprochen, Dein damaliges Vorstellungsgespräch (O-Ton Sabine „Wann kommt denn der Chef?“) und Deine Caritas-Stationen. Lass es Dir gut gehen und hab‘ einen angenehmen Sommer. LG Kai

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  2. Danke für den Hinweis, Kai! Ich bin dankbar für den Reichtum an Erfahrung, den ich innerhalb und mit Caritas erleben darf. Und fühle mich vielen Menschen, so auch dem Clübchen in Köln, sehr verbunden.

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