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#SozialCamp: Lasst uns das Internet zu einem guten Ort machen !!

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss.

So war es auch beim BarCamp der sozialen Arbeit, dem SozialCamp, am vergangenen Donnerstag und Freitag in Siegburg.

Eine Gruppe junger Studierender der Katho NRW erklärte uns, was für sie das Internet bedeutet.

Es fing damit an, dass sie uns aufforderten, die Augen zu schließen.

„Und jetzt stellt Euch einen Ort vor, mit dem ihr wundervolle Gefühle verbindet, an dem ihr Euch sehr wohl gefühlt habt … “

Ich habe dabei an einen Ort in meiner Kindheit gedacht, in der Natur wie wir lachend die Wiesen hinunter gerollt sind und die Dämmerung schon leicht eingesetzt hatte. Ein Herbstabend. Der würzige Geruch lag in der Luft.

„Das ist für uns das Internet … “

Wow! Das hat selbst mich überrascht, obwohl ich mich durchaus als afin einschätze.

Das SozialCamp – eine Erfolgsstory?

Die Teilnehmendenzahlen sagen erstmal ja: Von 60 in 2016 über 120 in 2017 auf 180 in 2018. Das ist eine Menge.

Und während ich das Bad in der Menge der herumwuselnden Schwarmintelligenz genieße, frage ich mich, was die Erfolgsfaktoren sind. Hier der Versuch einer Antwort.

  • Es wird von der Community getragen.
  • Die Sponsoren bleiben im Hintergrund.
  • Das „DU“ wird konsequent eingefordert und stellt tatsächlich Augenhöhe her.
  • Es vernachlässigt Hierarchien.
  • Es ist grenzenlos. (international, organisational)

Über das SozialCamp in 2016 habe ich resümiert: „Warum BarCamps das Lernen & Arbeiten revolutionieren“. Hier ging es zwar vorrangig um das BarCamp als neues Bildungskonzept, aber gleichzeitig auch als Sinnbild dafür wie zukünftig unsere Lern- und Arbeitswelten funktionieren:

  • in Netzwerken
  • interaktiv
  • organisationsübergreifend
  • digital
  • in kreativen Lern- und Arbeitsräumen (Makerspaces)
  • ergebnisoffen
  • kollaborativ

Ein BarCamp hat ein bestimmtes Veranstaltungsformat.

Und das hat es in sich.

Weil es ausstrahlt.

Verändert.

Transformiert.

Nicht nur die, die teilgenommen haben, auch deren Organisationen.

Das SozialCamp 2017 habe ich daher so zusammengefasst: BarCamp als Beitrag zur Organisationsentwicklung. 

SozialCamp der Zukunft: meine kleine Vision.

Die Experimentierphase von drei Jahren ist nun over. Solange haben wir uns Zeit gegeben, zu schauen, ob es Sinn macht ein eigenes BarCamp für die Soziale Arbeit anzubieten. Die Zahlen sprechen für sich.

Und auch die Rückmeldungen, die bemängeln, dass es von den Teilnehmenden her sehr caritaslastig ist.

Das Thema Digitalisierung ist in der sozialen Arbeit angekommen und damit auch die veränderte Führungs- und Organisationskultur. Und an vielen Orten entstehen nun  eigene kleinere und größere vergleichbare Formate.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann, dass die Rückmeldungen ernst genommen werden und wir die Marke Caritas noch mehr zurückstellen und auch weitere Wohlfahrtsverbände sowohl als Sponsoren als auch Teilnehmende gewinnen können.

Und, dass wir beim SozialCamp noch mehr die aktuellen gesellschaftlich oben auf liegenden Themen in den Blick nehmen. Das gelingt schon ganz gut mit NoHate-Themen und Inklusion, da ist aber noch Luft nach oben.

Ich wünsche mir, dass aus dem SozialCamp eine Mini-Re:Publica der sozialen Arbeit wird: mit Experimentierständen, einer zentralen Botschaft und einem wunderbaren wuseligen Beispiel dafür wie sozialer Zusammenhalt gelingen kann.

Und jetzt bin ich auf Eure Meinungen gespannt! Was sagt ihr? Schreibt es doch gleich unten in die Kommentare!

Hier findet Ihr noch weitere Blogbeiträge und Infos zum SozialCamp 2018:

https://sozialcamp.de/2018/10/30/so-war-das-barcamp-soziale-arbeit-2018/

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BarCamp als Beitrag zur Organisationsentwicklung – #SozialCamp 2017

Einen Raum schaffen, um eine Brutstätte für (soziale) Innovationen zu ermöglichen.

Einen Raum schaffen, um die nötigen Kulturbrüche zur Weiterentwicklung der sozialen Arbeit zu bewirken.

Eine Vision haben und sehen, dass sie … einfach … so … Wirklichkeit … wird.

Das waren meine Gefühle beim SozialCamp der sozialen Arbeit.

In Essen gibt es nach meinem Amtsantritt ganz viel zu tun. Meine Stimme versagt ab und an, weil ich so viel spreche. Kommunikation ist (gerade) die Führungsaufgabe Nr. 1. Kennenlerngespräche mit dem Team der Geschäftsstelle, Besuche bei den Mitgliedern vor Ort, Kirchenpolitik, akute gesellschaftliche Herausforderungen der sozialen Arbeit …

Die Digitalisierung der sozialen Arbeit ist die Kür all dessen, was ich tue. Immer mal zwischendurch, wenn Zeit ist. Und so habe ich mir ausnahmsweise mal drei Tage abgezweigt und auf Einladung des DiCV Osnabrück Netzpolitik.org und den Digitalverband BitCom in Berlin besucht.

Und das SozialCamp. Bei dem wir als Caritasverband im Bistum Essen Sponsor sind zusammen mit den Diözesan-Caritasverbänden Aachen, Köln, Limburg, Münster, Osnabrück, Paderborn und Speyer. 8 Diözesan-Caritasverbände, die sich die Digitalisierung der sozialen Arbeit auf die Fahne geschrieben haben. Grasrootarbeit. Wie früher zu Zeiten der Gründung der ersten Caritasverbände.

Ich komme als Gast. Als Gast ins Erzbistum Köln. Als Gast in ein Tagungshaus, das gerade erst von einem Ort an einen anderen transferiert wurde, den ich noch ganz anders in Erinnerung habe.

Veränderung. Dafür steht dieser Ort. Und dafür steht auch das Veranstaltungsformat.

Kulturbrüche geschehen lassen.

Beim BarCamp duzt man (und frau) sich. Das ist nichts weltbewegendes und nur wir Deutschen und ein paar andere verkomplizieren unser Leben mit einer Runde Du`s oder einem formalen Sie, wobei die Anrede keinen Hinweis darauf gibt, wem ich wirklich nahe bin. Aber darum geht es ja auch gar nicht.

Beim BarCamp duzt man sich. Diese Tatsache gibt einen Hinweis auf den Charakter der Veranstaltung. Das „Du“ ist ein Hinweis auf die Art und Weise wie wir zusammen arbeiten wollen. Augenhöhe. Das Du ist ein Symbol für Augenhöhe, daher passt es gut.

Es ist eine Freude zu sehen wie Start ups, Wissenschaft, eine kreuz und quer Mischung von Qualifikationen und Kompetenzen geschieht und dabei neue Kooperationen, Produkte und Geschäftsmodelle entstehen.

Ein BarCamp ist Organisationsentwicklung.

DiCV Essen vollzählig angetreten? twittert Stephanie Braun kess am ersten Tag in meine Richtung. An dieser Stelle ein tausendfaches Danke schön an Stephanie, ohne sie wäre der Hashtag #sozialCamp auf Twitter sicher unter gegangen, mein storify nur halb gefüllt und die Fleißige hat auch dafür gesorgt, dass blitzschnell der erste Blogbeitrag plus Folgebeiträge veröffentlicht war.

Aber nun die Antwort auf die Frage: Vollzählig nicht. Aber mit Fachkräften quer durch alle Arbeitsfelder.

Für uns Essener war das BarCamp ein kleiner Organisationsentwicklungsprozess nebenher. Synergieeffekt(e). Vernetzung. Ausrichtung. Strategie.

Hinzu kam, dass ich eigentlich selbst gar keine Session anbieten wollte, dann aber durch Hannes Jähnert vom Deutschen Roten Kreuz und Benedikt Gyer von IWMM eingeladen wurde, unsere Bloggeraktivitäten zu vermitteln. Wir waren kürzlich als Blogger/innen für die Sozialwirtschaft in „Wohlfahrt intern“ publiziert worden.

Dass ich damit auch Teil eines „Frauenförderprogramms“ wurde, will ich kurz erzählen, weil es mich bei dem Veranstaltungsformat überraschte. Denn die Sessiongeber waren sehr vielfältig: Menschen mit Behinderung, Migrationserfahrung etc. Nur Frauen trauten sich am ersten Tag nicht so recht an den Pitch wie man die Präsentation der eigenen Sessionidee nennt. Und so war die lange Schlange überwiegend männlich.

Nach dem ersten Abend als Hannes und ich beim Bier unsere Session für den nächsten Tag vorbereiteten, ergab sich ein Gespräch zum Thema, in dem ich erwähnte, dass es mir unverständlich sei, dass auch die zuletzt anstehenden höheren Positionen (Direktorenstellen bei der Caritas) in schöner Selbstverständlichkeit mit Männern besetzt worden sind. Ich hatte eine wage Hoffnung, dass nach Essen nun auch andere sich ein Beispiel nehmen würden. Sozialpolitik, das traut man den Frauen noch zu, aber, wenn es kaufmännisch wird, dann doch besser ein männlicher Vorstandsvorsitzender oder Generalsekretär.

Und so kam es, dass ich unsere Session mit dem schönen Titel „Einladung zum Tanz …“ präsentieren (musste).

Was hat das mit dem BarCamp zu tun? Nun, das sind Themen, die aufploppen und vielleicht auch gerade, weil die Caritas nicht in ihrem Brei campt, sondern aufmerksame Kooperationspartner anderer Organisationen mitmischen. Eine echte Bereicherung in vielerlei Hinsicht.

Warum sich der zweite Tag eines BarCamps so sehr lohnt.

Klar ist der erste Tag schön. Wir treffen uns auf der weitläufigen Terrasse des KSI mit atemberaubenden Blick über Siegburg wahlweise nach Bonn oder Köln. Es ist ein fröhliches Wiedersehen oder Erkennen, weil man und frau sich ja schon eine Weile auf Twitter oder anderen Kanälen folgen.

Es ist Neugierde. Welche Themen werden wohl angeboten. Was wird entstehen?

Meine Erfahrung vom letzten BarCamp ist, dass am zweiten Tag eigentlich das Große entsteht. Die Verknüpfung des Gehörten. Die Bewegung. Eine soziale Bewegung für die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft.

Auch, wenn ich selbst nicht an vielen weiteren Sessions teil genommen habe, da ich am nächsten Tag ungeplant (aber so ist ein BarCamp) und spontan selbst zwei anbot, war das Kribbeln in der Luft. Das Flimmern. Das Zusammenführen und Kommen der neuen Ideen.

In meiner zweiten Session ging es um das InnovationsLabor. Ein Thema, das ich bereits beim ersten SozialCamp vorgestellt hatte, allerdings mit deutlich weniger Konzept. Jetzt ist die Vision klarer, zu Mal wir in Essen bereits Raum dafür gefunden haben. Und auch eine Strategie dahinter steht. Wir wollen den Fortschritt in der Digitalisierung der sozialen Arbeit mit unserem Fort- und Weiterbildungszentrum verknüpfen.

Die Ideen sprudelten. Und die FlipChart Seiten füllten sich schnell. Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammen setzen und beschließen, welche Schritte wir nun konkret angehen. Eines ist sicher: Wir machen es nicht alleine, sondern mit den Partnern, die wir hierfür beim SozialCamp gefunden haben. Auf diese (neuen) Freunde /Kooperationen für die Sozialwirtschaft freue ich mich.

Was möchte ich vom BarCamp mit in den Alltag nehmen?

Die kreative, quirlige Atmosphäre.

Die Begeisterung und Leidenschaft für Themen.

Den wertschätzenden, respektvollen Umgang.

Das vielfältige Miteinander.

Die neuen Netzwerke für soziale Innovationen.

 

Weitere Rückblicke und Eindrücke findet ihr hier.

 

 

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Warum BarCamps das Lernen & Arbeiten revolutionieren. #SozialCamp

Ein BarCamp macht sichtbar, was im Netz passiert.

An zwei Tagen verknüpfen sich Menschen zu bestimmten Themen und Interessen, twittern und bloggen darüber, verwenden Stichwörter namens #hashtags und vernetzen sich hierarchie- und organisationsunabhängig miteinander, um in einem bestimmten Themenfeld neue Entwicklungen zu diskutieren, zu bewerten und weiter zu entwickeln.

Als ich mir den Sessionplan ansah, wurde mir deutlich, dass die Themen den Kern der Herausforderungen für die soziale Arbeit getroffen haben.

BarCamp als neue Lernform?

Lernprozesse sind komplexe Vorgänge mit denen sich die unterschiedlichsten Fachrichtungen auseinandergesetzt haben. Lernen enthält neurobiologische, psychologische, soziologische, kulturelle, physische und andere Aspekte.

Auch die Pädagogik befasst sich mit der Frage, wie müssen die Rahmenbedingungen sein, damit Menschen lernen, gebildet und ausgebildet werden.

Die Methoden und Ansichten haben sich über die Jahrhunderte sehr geändert. Weg von der starren Disziplin für alle hin zu einem Lernansatz, der sich am Individuum orientiert.

Das BarCamp ist eine Lern- und Arbeitsform, die sich an den Themen orientiert, die den Menschen auf der Seele brennen. An ihren Leidenschaften, ihren Talenten. Sie sind motiviert, begeistert, wollen daran arbeiten.

Beste Voraussetzungen für Weiterkommen, Hinzulernen, Fortschritt.

Bildung anders.

Dieses Blog ist im Rahmen des Projektes Bildung geht auch anders entstanden, das aufgezeigt hat, dass Bildung an vielen unterschiedlichen Lernorten geschehen kann. Gerald Hüter  hat in dem Film Alphabet gezeigt, dass Lernen außerhalb von den üblichen Systemen beeindruckende Ergebnisse zu verzeichnen hat.

Und während unsere Kinder und Jugendlichen trotzdem weiterhin in eher starren Schulsystemen verharren müssen, entwickelt sich in der digitalen Welt eine neue Form des Informations- und Wissensmanagements, eine neue Form des kollaborativen Lernens und Arbeitens. Eine Form, die Spass macht, die  frei ist von Zwängen und sich an den Interessen und Fähigkeiten des Einzelnen orientiert.

Kollaboratives Lernen.

Kollaboratives Lernen ist ein Synonym für rechnergestütztes Gruppenlernen. Nichts anderes ist ein BarCamp.

Neues Wissen wird in der Interaktion miteinander verknüpft.

Das setzt voraus, dass Computer/Smartphones zum Einsatz kommen. Erst dann, so meine These, kann der Teilnehmende vom Wissensmanagement, das ein BarCamp bereit hält, profitieren.

Unter dem Stichwort #sozialcamp wird in den digitalen Netzwerken (Facebook, Twitter, Instagram u.ä.) Material gesammelt (z.B. Folien, Links u.ä.) diskutiert und ja, auch herumgealbert. Wie im wirklichen Leben.

In dem fünfjährigen Projekt „Das Ipad im Unterricht – Mobiles Lernen in der Schule“ hat André Spang im gleichnamigen Blog immer wieder deutlich gemacht, wie sehr sich Lernen und Bildung durch den Einsatz digitaler Medien verändern. Die qualifizierte Handhabung der digitalen Medien verschafft dem Individuum Zugänge und Eintritt in eine neue Form des Lernens, der Teilhabe und der Zusammenarbeit.

BarCamp: So werden wir lernen & arbeiten.

Das BarCamp ist das Sinnbild dafür wie zukünftig unsere Lern- und Arbeitswelten funktionieren werden.

  • interessenorientiert
  • in Netzwerken
  • interaktiv
  • organisationsübergreifend
  • digital
  • in kreativen Lern- und Arbeitsräumen (Makerspaces)
  • ergebnisoffen
  • kollaborativ

Nachhaltigkeit.

Was faszinierend ist, nach dem BarCamp geht es erst so richtig los. Inspirationen, Konzepte und neue Ideen bahnen sich ihren Weg. In digitalen Arbeitsgruppen kommen Menschen zusammen und arbeiten an den Themen weiter.

Das Gehörte und Erlebte wird in Blogbeiträgen verarbeitet. Die Erkenntnisse fließen in die Arbeit ein.

BarCamps sind eine Inspiration. Das SozialCamp war eine Inspiration für die soziale Arbeit.

Fatal wäre, wenn jetzt Arbeitsgruppen pflichtbewusst die Ergebnisse abarbeiten würden.

Wie bei jeglichem Lernen: Der Spaß, die Leidenschaft gilt es zu erhalten.

Dann kann die Arbeit Früchte tragen. Vielleicht nicht messbar für denjenigen, der sie bezahlt hat.

Aber erkennbar für das Arbeitsfeld, das es beflügeln möchte.

Weitere Blogbeiträge zum BarCamp der sozialen Arbeit – #SozialCamp gibt es hier:

Mein Rückblick auf das #SozialCamp in Bonn – Stephanie Braun

Ein SozialCamp ist auch ein BarCamp – Reiner Knudsen

BarCamps als gelebte soziale Agilität – Hendrik Epe 

War ja doch viel Digitales dabei – Das Team vom CareCamp

Wie ich digital helfen wollte und keiner es verstand – Annette Schwindt

1. BarCamp der sozialen Arbeit – Kreativer Austausch auf dem SozialCamp -Christian Müller

Das BarCamp soziale Arbeit 2016 – Johannes Mirus

Digitalisierung in der sozialen Arbeit – es bewegt sich was! – Prof. Dr. Thomas Münch

Randbegegnung – Anna Schmidt

Mein Social Rückblick zum BarCamp soziale Arbeit – von Christian Müller

 

 

 

 

 

 

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Who is Who des BarCamps (Teil III)

 

Roland Knillmann

roland-knillmann-ausschnit_webt„Wenn ich als Öffentlichkeitsarbeiter eines Caritasverbandes von Digitalisierung rede, dann wollen sich viele mit mir über Social Media, WhatsApp oder Employer Branding bei YouTube unterhalten.

Digitalisierung bedeutet jedoch viel mehr. Die Caritas definiert sich als Dienstleisterin, Anwältin und Solidaritätsstifterin. Der digitale Wandel betrifft diese drei Dimensionen im Kern.

Ein paar Spots: Wir werden unsere Dienste anders, auch in den digitalen Medien, organisieren müssen. Die Hilfesuchenden werden mit ganz neuen Problemlagen zu uns kommen. Wir werden langfristig vor ganz neuen sozial-und gesellschaftspolitischen Fragestellungen stehen und zu allem müssen wir eine kompetente Haltung haben. Medienkompetenz gehört sicher dazu, genauso aber die Frage, ob wir zum Beispiel Geschäftsmodelle auf der Basis von Big Data entwickeln wollen oder Fachkräftemangel im Bereich der Pflege über intelligente Haushaltstechnik (also „Smart Homes“) oder den Einsatz von Robotern auffangen wollen.

Ein Riesenprogramm! Und ein unglaublich spannendes dazu. Wir stehen am Beginn einer Zeitenwende und haben die Möglichkeit mit zu gestalten. Wenn wir uns trauen, zu experimentieren, Neues zu denken, alte Raster zu verlassen – und auch Fehler zu machen –, dann haben wir eine Riesenchance, dem Wandel etwas hinzuzufügen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir das können.

Und ich glaube, dass wir das als Caritas auch müssen. Das Barcamp hilft, nicht vor Ehrfurcht und Schrecken zu erstarren, sondern sich Schritt für Schritt mit der ein oder anderen Frage zu befassen. Wir werden dabei Spaß haben! Ich freue mich schon sehr auf interessante Diskussionen, Impulse, neue Bekanntschaften und auf das Wiedersehen mit lieben KollegInnen.“

Roland Knillmann leitet die Stabsstelle Verbandskommunikation beim Caritasverband für die Diözese Osnabrück e.V. U.a. hat er auf dem Blog Caritas-digital.de eine Artikelserie zum digitalen Wandel veröffentlicht.

Sandra Prüfer

sandra-prufer-bw„Seit Mitte der 90er Jahre beschäftige ich mich intensiv mit der digitalen Medienwirtschaft und Internet Industrie.  Ich habe für diverse Startups in der San Francisco Bay Area und Europa, deutsche und amerikanische Medienunternehmen und im non-profit Bereich gearbeitet.

Mein Interesse gilt der digitalen, sozialen und wirtschaftlichen Teilhabe, Chancengleichheit, Diversity, Civic & Social Tech und Social Entrepreneurship. Ich habe bei einer Reihe von social startups und Entrepreneurship Initiativen mitarbeitet, darunter als Senior Advisor für Ampion , eine von der Bundesregierung (BMZ, BWE) und GIZ geförderte Pan-Afrikanische non-profit Initiative.

Derzeit arbeite ich als freiberufliche Journalistin (u.a. für NewsDeeply) und Beraterin (media & digital relations) für Organisationen, die sich mit internationaler Zusammenarbeit und nachhaltiger Entwicklung beschäftigen. NewsDeeply ist eine new media company mit Sitz in New York, die online Plattformen mit vertiefter Berichterstattung zu globalen Themen betreibt (z.B. RefugeesDeeply, Women & Girls Hub).

Zuvor war ich für Rotary International in den USA und der Schweiz tätig als Senior Media Relations Specialist für Europa, Afrika und dem Mittleren Osten.

Ich bin Mutter zweier Kinder, engagiere mich ehrenamtlich bei V-Day (globale Bewegung zum Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen), für gender equality (UN SDG5) und in der lokalen Flüchtlingshilfe.

Zusammen mit einer Gruppe von Neuankömmlingen und Einheimischen (mit und ohne Migrationshintergrund) habe ich Anfang des Jahres die Bonnections Initiative gegründet. Sie beinhaltet einen interkulturellen Buchclub und einen mehrsprachigen Blog.

Unser Ziel ist, Neu- und Altbonner und die analoge und digitale Welt miteinander zu verbinden und einen interkulturellen Austausch auf Augenhöhe zu fördern. Wir verfolgen dabei einen partizipatorischen Ansatz und organisieren gemeinsam kulturelle Veranstaltungen.

Zudem entwickeln wir Projektideen zur digitalen Bildung und Integration in den Arbeitsmarkt durch mentoring und on-the-job training in Kooperation mit Partnern (z.B. Kiron).“

Sandra Prüfer ist  Journalistin, Kommunikationswissenschaftlerin (M.A.) und internationale PR und digital media Expertin, die über 15 in den USA gelebt hat. Vor vier Jahren ist sie mit ihrer Familie nach Bonn gezogen.

Wer sonst noch kommt, lest ihr hier:

WHO is WHO des BarCamp Soziale Arbeit Teil I

Hier geht es zur Anmeldung!

 

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WHO’s WHO des BarCamps soziale Arbeit (Teil 2) #SozialCamp

In Teil 2 des Who’s WHO darf ich Euch weitere interessante Teilnehmer vorstellen!!

Hendrik Epe

„Ich habe im Sommer diesen Jahres mein Master-Studium abgeschlossen. Meine Master-Thesis habe ich zu der Frage geschrieben, wie es Organisationen der Sozialwirtschaft, trotz finanziell begrenzender Rahmenbedingungen, gelingen kann, Innovationen zu ermöglichen. Dabei habe ich ein sehr breites Innovationsverständnis angelegt und Innovation als die zielgerichtete Durchsetzung von neuen sozialen Dienstleistungen, wirtschaftlichen, organisationsstrukturellen und -prozessualen sowie sozialen Problemlösungen definiert, die darauf ausgerichtet sind, die Unternehmensziele auf eine neuartige Weise zu erreichen. Und ein wesentlicher Punkt, wie es Organisationen der Sozialwirtschaft, gelingen kann, Innovationen zu ermöglichen, ist die Vernetzung mit anderen Menschen, Institutionen, Netzwerken etc., um so neue Ideen zu generieren und nicht nur „im eigenen Saft zu schmoren“.
Das Barcamp Soziale Arbeit stellt für mich eine optimale Möglichkeit dar kann, Vernetzung über die Grenzen der Organisationen hinaus zu ermöglichen. Ich freue mich damit einfach auf spannende Menschen, die die Herausforderungen, vor denen die Soziale Arbeit steht, auf neue, andere Wege angehen wollen, um so Entwicklung zu ermöglichen. Die Digitalisierung ist für mich ein Teil dieser Herausforderungen, hinzu kommt für mich aber unbedingt die Frage, wie es Organisationen der Sozialwirtschaft schaffen können, in Zukunft weiterhin attraktive Arbeitgeber zu bleiben und gleichzeitig die hohen Anforderungen an die Bearbeitung der Sozialen Probleme meistern zu können. Wie sieht die Zukunft der Arbeit in Organisationen der Sozialwirtschaft aus? Das bewegt mich und da freue ich mich auf einen Austausch in Bonn!“

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Hendrik Epe in about me : Consultant, Vater, Schreiber und beruflich: Referent für Qualitätssicherung im Bereich Gesundheit und Soziales.

Sein Blog: Ideequadrat

 

Thomas Münch

„In einer digitalen Welt muss die Soziale Arbeit digital sein! Wird sie es nicht, wird sie nicht mehr lange sein. Vom Bar camp erhoffe ich mir Irritationen, Ideen und praktische wie theoretische Anregungen für diese gewaltige Herausforderung an unsere Profession.“

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Prof. Dr. Thomas Münch lehrt an der

Hochschule Düsseldorf
im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften

Sein Blog: Praktische Sozialwissenschaften

 

Hans-Peter Merzbach

„Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die soziale Arbeit und die Aufgaben der Wohlfahrtsverbände insgesamt?
Das ist für mich eine der Kernfragen für unsere zukünftige Arbeit. Und so fahre ich mit einer Reihe von Fragen zu diesem Thema zum Barcamp und will zunächst hören und versuchen, die Dimension dieses Themas zu erfassen. Hiermit meine ich nicht „nur“ Themen wie die Anschaffung einer Beratungssoftware, die Umsetzung von Online-Beratung oder die Nutzung sozialer Medien. Sondern ich frage mich, ob wir die Digitalisierung und Ihre Auswirkungen nicht grundsätzlicher diskutieren sollten und uns fragen müssen, wie wir mit diesem Phänomen umgehen und es positiv nutzen können? Die Digitalisierung wirkt sich z.B. nicht nur auf die eigentlichen Beratungs- und Pflegedienstleistungen aus, sondern wirkt weit in unsere Verbandsstrukturen hinein und betrifft auch das bisherige Grundverständnis unserer Arbeit.

Wie erreichen wir zukünftig unsere „Kunden“ und potentiellen Mitarbeiter? Wie kommunizieren wir nach innen, aber auch außerhalb unserer Verbände? Wie verändert sich unser Leitungsverhalten und unsere Führungskultur? Wie gestalten wir in Zukunft die Abläufe und Prozesse in unseren Einrichtungen und Diensten? Viele weitere Fragen ließen sich anschließen.

Letztlich stellt sich die Frage, welche Chancen in der Digitalisierung liegen und wie ein solch dynamischer Veränderungsprozess im Sinne unserer Kunden und Klienten aktiv gestaltet werden kann.

Ich freue mich auf eine spannende und anregende Diskussion.“

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Hans-Peter Merzbach ist Vorstand beim Caritasverband Ahaus.

Hier geht es zur Internetseite.

 

 

Ich bedanke mich herzlich für Eure Statements!

LG Sabine

 

Das könnte Euch auch interessieren: Who’sWho des BarCamp Soziale Arbeit Teil 1. 

Neugierig geworden? hier geht es zur Anmeldung.