Veröffentlicht in Projekte

Interreligiöse Dialogkompetenz. #Masterstudiengang

Heute fand die Abschlussrunde im Entwicklungsteam „Interreligiöser Masterstudiengang“ statt, der zukünftig an der Katholischen Hochschule Köln angeboten werden soll. Ganz schön spannend an so einer Entwicklung beteiligt gewesen zu sein! Inhalte planen, Referent/innen ausloten, Stunden planen. Da gibt es einiges zu tun und abzustimmen. Aber es hat sich gelohnt! Die zukünftigen Studierenden dürfen sich auf drei spannende Jahre gefasst machen!

Das Team bestand aus Vertreter/innen des

  • Referats Dialog und Verkündigung des Erzbistums Köln
  • KatHO NRW, Standort Köln
  • Philosophisch-Theologische Hochschule SVD St. Augustin
    und dem
  • Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.

Nach dem Abschluss des Akkreditierungsverfahrens ab dem Sommersemester 2016 sollen nun Studierende den dreijährigen Masterstudiengang „Interreligiöse Dialogkompetenz“ absolvieren können.

Weitere Informationen zu Profil, Ablauf, Studien- und Prüfungsordnung und Bewerbungsmodalitäten des Masterstudiengangs sind bereits jetzt hier erhältlich:

Thomas.Lemmen@Erzbistum-Koeln.de

 

 

Veröffentlicht in Tagebuch

Zukunftsdialog – Inklusives Heranwachsen im Lebensraum.

imageIch erinnere mich noch an meine erste Zukunftswerkstatt in den neunziger Jahren. Ach, war ich stolz, dabei sein zu dürfen. Wir haben Zettel an endlose Wäscheleinen gehangen. Wandpapierzeitungen gebastelt. Und uns in Gruppenräumen die Haare gerauft, über all das, was uns die Zukunft bringen wird und wie wir damit umgehen.  Heutzutage gibt es ein neues Format, habe ich letztes Jahr gelernt. Das nennt sich Zukunftskonferenz und lebt davon, dass man das System, also alle, in einen Raum holt und miteinander in den Dialog treten lässt. Wir haben das Ganze „Zukunftsdialog“ genannt und ein Thema gesetzt: Inklusives Heranwachsen im Lebensraum. Zusammen mit unserem Projekt Wir denken Bildung weiter und YoungCaritas im Erzbistum Köln.

Megatrends:

Der Zukunftsdialog wurde eingeleitet durch die Trendforscherin Cornelia Daheim, die im Mix mit einzelnen Videoeinspielungen Prognosen und Einschätzungen abgab.

→ Die Zukunft des Arbeitslebens

→ Bildung

→ Familie und Gesellschaftimage

→ Technologischer Wandel

Film ab! Mit Hilfe eines Power-Votings wurden die Teilnehmer/innen gefragt, zu welchen Einschätzungen sie selbst kommen. Gehen alle Schüler/innen 2020 in eine Ganztagsschule? Wird die Online-Beratung stark zunehmen? Wird es 2020 viel mehr bunt zusammengesetzte Teams (Alter, Professionen, kultureller Hintergrund) geben als heute? Die Ergebnisse des Power Votings haben mich persönlich am meisten überrascht. Sie entsprachen so gut wie gar nicht den Trends. So war das zunächst als Spielerei eingesetzte Instrument, ein wichtiger Indikator für die Veränderungsbereitschaft angesichts wachsender Herausforderungen.

Aktuelle Themen & Trends in der Jugendhilfe:

Ein Trendrad auf dem Boden der Kleingruppen, die bunt durcheinander gewürfelt in sechser Stuhlkreisen zusammen fanden, konkretisierte die Trends für die Kinder- und Jugendhilfe:

  • Inklusion & Vielfalt
  • Familie & Gesellschaft
  • Jugendhilfe & Schule
  • Neue Medien & Onlineberatung
  • Junge Menschen & die Caritas
  • Geld & Lobbyarbeit

imageNach der Mittagspause brachte Poetry Slamer Younes Al – Amayra seine Sicht auf Inklusion und Integration mit einem I-Slam zum Ausdruck und erweiterte damit den Begriff „Inklusives Heranwachsen“ um den Aspekt Vielfalt. Bei den Ergebnissen war die überraschende Erkenntnis, dass sich die meisten Arbeitsgruppen auf das Thema „Jugendhilfe & Schule“ fokussiert hatten, da sich die Erkenntnis durchgesetzt hatte, dass der Ausbau zur Ganztagsschule entscheidende Auswirkungen auf die Lebens- und Lernorte von Kindern und Familien haben werden. Die konkreten Vorschläge werden nun gesichtet und überprüft werden und dann zur Weiterarbeit aufbereitet werden. Abschließend formulierte Raul Krauthausen vor dem Hintergrund des Gehörten und der Ergebnisse des Tages seine Thesen zur Inklusion und in einer munteren Abschlussrunde in Form eines Fishbowles diskutierten die Teilnehmenden über ihre Ansprüche und Wünsche. Der Kreis hatte sich geschlossen. War am Morgen noch mit Frontalunterricht gestartet worden, waren die Stühle nun in drei Reihen ringförmig um die Mitte gestellt, in deren Mitte ein Riesentrendrad und große Sitzwürfel zum Mitdiskutieren einluden. Leitungsebene, Jugendliche, Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne kulturelle Erfahrung, Frauen und Männer, Alte und Junge diskutierten inklusiv und gaben, wie sie da waren, schon ein Bild davon ab, was in Zukunft normal für Arbeitswelt und Gesellschaft sein könnte.   image

Veröffentlicht in Bücher

Gelesen: „Warum unsere Studenten so angepasst sind“.

Es ist ein schmales Büchlein, das da vor mir liegt. Es gleicht eher einer Reclamausgabe, ist aber im Rowohltverlag erschienen und: hat es in sich! Ohne mein Fazit vorwegnehmen zu wollen, die Analyse des deutschen Bildungssystems ist ausgezeichnet vorgenommen und ich möchte am liebsten das Buch zur Pflichtlektüre aller Bildungsverantwortlichen machen, ohne, dass man oder frau in allen Aspekten die Meinung der Autorin teilen muss. Denn das Gegenteil, was Chr. Florin mit diesem Buch bezwecken möchte, ist Angepasstheit. Aber die, so ihre Ausführungen, verlangt das heutige Bildungssystem nur zu sehr und die Arbeitgeber auch. Und die Studierenden, um die wir uns gemäß aller demographischen Voraussagen, bald alle streiten werden, sind, so Florin, so sehr mit ihren Creditpoints befasst, dass sie sich die Freiheit und Muße der Meinungsbildung, wie sie das Humboldtsche Bildungsideal vorsieht, kaum nehmen (können). Es auch gar nicht mehr gelernt haben. „Warum unsere Studenten so angepasst sind?“ ist Teil meiner Bücherliste 2015 und ich war schon sehr gespannt, denn die Autorin ist vielversprechend. Das weiss ich, seit ich mit Christiane Florin auf Facebook vernetzt bin und der Redaktionsleiterin von Christ und die Welt  mit Interesse folge. Nun hat sie also ein Buch über ihre Erfahrungen als Lehrende für Politikwissenschaften an der Universität Bonn geschrieben. Ich interessiere mich im Rahmen unseres Projektes „Wir denken Bildung weiter“ für das Buch. Hier beschäftigen wir uns als Caritas vor allem mit der Frage, wie Menschen mit formal-niedriger Bildung Anschluss finden bzw. halten können.

Ohne Debatte keine Demokratie – ohne Streitkultur keine Bildung?

Aus der Perspektive unseres Bildungsprojektes fasziniert mich die Synthese zwischen Politik- und Bildungswissenschaften. Und dabei immer wieder der Dreh- und Angelpunkt der (fehlenden) Streitkultur. Anhand der nachfolgenden Zitate wird deutlich, dass das verschulte Lernen, das der Bologna-Prozess nach sich gezogen hat, die klassische Bildung der Antike zunehmend vernachlässigt. Studierende setzen sich nach Meinung von Florin nicht mehr mit der Materie auseinander: „ Das Studium ist kurzatmig geworden. Es verleitet zum bulimischen Lernen: Der Stoff wird schnell verschlungen, kaum verdaut und bei Prüfung schwallartig von sich gegeben. Vom Gelernten bleibt wenig hängen, zu wenig auf jeden Fall, um Zusammenhänge zu erkennen.“* 

Kein Wunder, dass Filme wie Alphabet erst wieder mühsam deutlich machen müssen, worum es bei ganzheitlicher Bildung eigentlich geht und, dass diese nicht zwingend Kapitalisierung durch Arbeit anstrebt, sondern die Weiterentwicklung der Menschheit, des Menschen. „Sinn und Nutzen sind deckungsgleich geworden, und gerade deshalb klafft eine Bildungslücke. Studenten erwarten, dass Wissen sofort verwertbar ist. Eine klassische universitäre Ausbildung dagegen, die nicht nur Ausbildung sein will, lässt auch zunächst unbrauchbar scheinende Gedanken zu.“

„Viele der heute 20-jährigen haben als Kinder der Neunziger ein ausgefeiltes Langeweileprogramm von Ausdruckstanz- bis Zauberunterricht durchlaufen…Ein Moment nachdenklicher Stille im Seminarraum wirkt auf sie wie eine Ton- und Bildstörung.“

„Mein Sohn, gerade neun, hat in seiner Grundschule ein Zimmer mit Wasserbett und farbigen Lichtern. „Snoezeln“ heißt das Konzept, die Kinder entspannen in diesem Ambiente also pädagogisch wertvoll… Die Kinder, insbesondere die Jungs, sollen beim Snoezeln runterkommen vom Stress eines Drittklässleralltags zwischen Gymnasialempfehlungsrattenrennen und Notenvermeidungspädagogik.“

„Originaltexte stehen im Verdacht, Originalitätsbremsen für die Genies von heute zu sein.“

„Ordern Sie eine Bachelorarbeit zum TV-Duell Schröder-Stoiber, wir liefern es Ihnen pünktlich und auf die Seitenzahl genau…. Okaysein ist das oberste Lernziel.“

Ist Bildung zweitklassiger geworden, weil nicht alle beteiligt werden?

Nicht nur für das Gros der heute Studierenden ist das eine tragische Entwicklung, sondern besonders für die Gruppe von jungen Menschen, die im 20. Sozialbericht als „mit niedrigem formalen Bildungsstand“ beschrieben werden. Unter der Kapitelüberschrift „Bildung für die Besten – also für mich“ fasst Florin den Zusammenhang zwischen Bildung, Streit- bzw. Debattierkultur und Teilhabechancen zusammen. Laut dem 20. Sozialbericht des Deutschen Studentwerks hatte im Sommersemester 2012 jeder zweite Studierende Eltern mit Hochschule- oder Fachhochschulabschluss.

  • Bei 22 Prozent haben Vater und Mutter einen Universitätsabschluss,
  • bei 28 Prozent ein Elternteil.
  • 41Prozent werden als Herkunftsgruppe „mittel“ eingeordnet, das heißt, die Eltern haben einen nichtakademischen Beraufsabschluss.
  • Nur neun Prozent kommen aus Familien mit niedrigem formalen Bildungsstand. Ende der achtziger Jahre…stammten noch 26 Prozent aus dieser Niedrig-Bildungs-Gruppe und nur fünf Prozentpunkte mehr aus Familien mit mindestens einem Akademikerhaushalt. Nicht mal jeder Zehnte stammt aus einer Familie in der Bildung eine fremde Welt ist.“

„Die soziale Frage wirkt auf die Meisten (Studierenden) von Ihnen wie ein akademisches Konstrukt vergangener Tage. Social Media, Urban Gardening und Containern reichen als Ausweis sozialer Sensibilität. Occupy war eine zeitlang cool, aber es ist leichter, gegen die anonymen Finanzindustrie zu sein als für Mandy aus der Hartz-IV-Familie in Bonn-Dransdorf.“ „Der Glaube, dass Leistung sich lohnt, geht einher mit einem merkwürdigen sozialen Fatalismus. Mantramäßig haben  Bildungsforscher erklärt, dass in Deutschland die Herkunft über die Zukunft entscheidet.“ „Zu meiner Studienzeit galt verständliches Formulieren noch als unanständig, mittlerweile gewichtigen Hochschullehrer ihre Artikel und Interviews in Massenmedien höher als ihre Beiträge in Fachzeitschriften.“ „Diskussionen kommen deshalb nicht zustande, weil die Perspektive derer fehlt, die um Bildung existentiell kämpfen mussten und deshalb einen anderen Blick als die Konsensmehrheit riskieren könnten.“ 

Bildung sollte anders gehen.

Der Bolognaprozess, ein europäisches Projekt, hat die Leistungsausrichtung und damit die Vermarktung von Bildung stark beschleunigt. Da Europa jahrzehntelang Sozialpolitik auf Arbeitsmarktpolitik mit Wirtschaftsnähe reduziert hat, wundert das nicht, bestes Beispiel hierfür: das Schröder-Blair-Papier. Die hier postulierte Marktnähe hat sicher den Bildungsferneren mehrfach geschadet: bei der Bildungsreform, bei der Arbeitsmarktreform und bei der Flexibilisierung der Arbeitsmärkte. Die Schere zwischen Arm und Reich ging weiter auseinander. Dabei müssen wir uns als Gesellschaft heute sehr viel mehr fragen, wie die Personen wieder beteiligt werden wollen, die wir so dringend brauchen. Auf dem Arbeitsmarkt, in den Universitäten, bei Wahlen. Zusammenlernen, – leben und -arbeiten. Das bildet uns. Sich miteinander auseinandersetzen (Streitkultur). Auch ein Beitrag zum sozialen Frieden. In den eigenen Kohorten leben, bringt unsere Gesellschaft überhaupt nicht mehr weiter. Ich hatte in den 70er Jahren einen überzeugten Grundschullehrer, der sich an den Lernschwächsten orientierte. Gar nicht so einfach. Vor allem ohne die anderen zu langweilen. Aber in diese Richtung muss es gehen. Wir brauchen eine Sprache, die alle erreicht. So dass alle mitreden können. Ohne meine eigene Berufsgruppe in den Vordergrund drängen zu wollen. Wir brauchen wieder mehr Pädagogik in der Lehre und weniger Wissensvermittlung. Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir (alle).

„Bildung ist ein Freiheitsversprechen. Wer sich bildet, überschreitet Grenzen: die seiner Herkunft oder die seines Landes oder die seiner Vorstellungskraft…Bildung hat demnach das Ziel, dem Menschen eine selbstbestimmte Existenz zu ermöglichen.“

*Alle kursiv gedruckten Texte sind Zitate aus dem Buch.

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Ireland International Conference on Education (IICE), Dublin

Bei Irland fällt mir der Pulitzer Preisträger Frank McCourt und sein Buch „Die Asche meiner Mutter“ ein. Und das beginnt so: 
„Wenn ich auf meine Kindheit zurückblicke, frage ich mich, wie ich überhaupt überlebt habe. Natürlich hatte ich eine unglückliche Kindheit; eine glückliche Kindheit lohnt sich ja kaum. Schlimmer als die normale unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit, und noch schlimmer ist die unglückliche katholische Kindheit.“
Wir, die wir nach Irland reisen, um uns über gute Praktiken in Bildung und Erziehung auszutauschen, geht es genau um das Gegenteil. Wir gehen davon aus, dass eine glückliche Kindheit der Schlüssel zu einem glücklichen Leben ist. Und wir haben in unseren Organisationen hohe Qualitätsansprüche an unsere Mitarbeitenden, damit Kinder und Jugendliche die bestmöglichen Rahmenbedingungen erhalten.
Education. Es fängt eigentlich schon mit dem Begriff an. Die englische Sprache kennt keinen Unterschied zwischen Bildung und Erziehung. Ein Zeichen dafür wie eng Bildungs- und Erziehungsprozesse verknüpft sind. Daher ist auch klar, dass die Ireland International Conference on Education (IICE-2014) keine Lehrer/innenschulung sein würde, sondern mehr. Aber warum ins Ausland gehen, wenn es um Bildung und Erziehung geht? Sind wir in Deutschland nicht bestens ausgestattet? Spätestens seit Pisa wissen wir, dass das nicht unbedingt der Fall ist. Über den Tellerrand zu schauen, kann das Bildungsverständnis erweitern. Gerade, was das informelle Lernen betrifft, wissen wir, dass es im Ausland insbesondere im englischsprachigen Raum deutlich früher wertgeschätzt wurde. 
Die Konferenz ist ein Lehr- und Lernsystem. Studien aus aller Welt werden vorgestellt und fast jede/r Teilnehmer/in ist auch Vortragende/r. Es geht um Arbeitgebererwartungen in Irland, Beschäftigungsstrategien für Pensionäre auf den Philippinen und es geht um frühe Kindheit und familiäre Umgebung im Iran. Südafrika, Chile, USA, Großbritannien – viele interessante Ansätze werden vorgestellt. 

Mitten in der Stadt steht eine 404 Fuß (123 m) hohe Edelstahlnadel, die ein Monument und Wahrzeichen Dublins ist. The Spire. Offiziell heißt es „Monument of Light“. Es ist ein beliebter Treffpunkt Jugendlicher und sein Licht von weit her zu sehen. Das Licht der Erkenntnis traf auch uns:

Lessons Learned: 
    • 25% Fachkenntnisse sind in der sich schnell weiterentwickelnden Arbeitswelt ausreichend. Entscheidend sind persönliche Fähigkeiten. Sozialkompetenz und Flexibilität. 

 

  • einfache Tipps und Tricks unterstützen die Leistungsfähigkeit eines Menschen, z.B. ein R für Rechts und L für Links über dem Schreibtisch für diejenigen, die eine Rechts-Linksschwäche haben.

 

 

  • Ehrenamt und Freiwilligenarbeit können sich eher die sozio-ökonomisch besser gestellten Länder leisten. 

 

 

  • Bindung, Bildung und Erziehung unterliegen der Psychologie des Menschen und lassen sich kulturübergreifend vergleichen. 

 

 

  • Sprache grenzt ein oder aus. Und damit ist nicht nur die Fremdsprache gemeint. 

 

 

  • ein runder Tisch für acht Personen während eines Konferenzdinners ist eine ideale Größe für kulturübergreifendes Networking (Island, Kroatien, Südafrika, Deutschland)

 

 

  • ein Fussballspiel im Ausland zu schauen, ist interkulturelle Begegnung. 

 

 

Also, was ist ein gebildeter Mensch? Nach den Erfahrungen dieser Konferenz: Ein Menschen, der kultursensibel ist, Namen und Worte richtig ausspricht, seine eigene Kreativität entfalten kann, flexible, emphatisch und kooperativ ist.  
 

 

 

 

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Wir denken Bildung weiter.

Wie machen wir das? Wir diskutieren mit Experten, erproben neue Lernformen und Lernorte und bilden Kooperationen. Wir wollen Bildung für alle. Warum ein Projekt? Ein Projekt hat ein Ziel und Teilziele und einen Anfang und ein Ende. Unser Ziel ist es, die guten Lernformen und Lernorte, die es bereits gibt, öffentlich zu machen und uns mit denen zu vernetzen, die ebenfalls an dem Thema dran sind. Ganz konkret haben wir uns vorgenommen:

  • gute Beispiele darzustellen (Landkarte)
  • neue Bildungsprojekte und Kooperationen zu fördern
  • Menschen zu finden, die über ihre Erfahrungen in unserem Blog schreiben
  • Kooperationen mit Sportvereinen, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen einzugehen und
  • für neue Lern- und Arbeitsformen sowie Lernorte zu werben.

Nachdem wir das Projekt einer Fachöffentlichkeit vorgestellt und uns im Projektbeirat getroffen haben, habe ich bereits ein paar einfache Lektionen gelernt:

  • Wir diskutieren zu akademisch. Zum Beispiel unsere Projektskizze: Unsere Sprache ist nicht barrierefrei. Ein Grund dafür, dass andere Organisationen, wie etwa Aktion Mensch ,Webseiten in leichter Sprache anbieten.
  • Wir lernen jeden Tag. Und immer neu dazu. Von und mit anderen.
  • Durch unser tägliches Lernen verändert sich unsere Lern- und Arbeitswelt. Unternehmen wie Google machen uns mit ihren Arbeitsräumen vor, dass Lernen und Arbeiten heute nicht mehr in starren Konferenzstrukturen geschieht, sondern kreativ und spielerisch. Bei Manomama, erzählt Sina Trinkwalder, wird mitten in der Werkstatt schnell ein Stuhlkreis zusammen gestellt, wenn es etwas zu besprechen gibt.
  • „Ein krummer Weg hat auch ein Ziel.“ Umwege bringen uns weiter. Helfen. Sind lehrreich.
  • (Soziale) Netzwerke verändern unsere Lern- und Arbeitswelt. Hierarchien werden aufgehoben. Menschen verbinden sich themenbezogen.

Der Film Alphabet hat uns motiviert, hierbei auch neue Richtungen zu erproben.

Weitere interessante Infos findet Ihr auf unserer Webseite.