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Literarischer Jahresrückblick 2017 (3)

Während draußen mal wieder ein Schneesturm durch das Ruhrtal wirbelt, denke ich an den goldenen September zurück.

In dem Monat bin ich feierlich in mein Amt eingeführt worden. Das war schon ein besonderer Tag. Irgendwie bestand das Jahr aus einer Reihe festlicher Tage: der Wahl im März, dem ersten Arbeitstag im Juli und dann diesem feierlichen Akt der Amtseinführung. Ich war teilweise so mit der Arbeit beschäftigt, dass ich darüber gar nicht so viel nachgedacht habe.

Aber dann war der Tag plötzlich da. Wow, das war schon sehr schön. Und ich fand es toll, dass sich so viele Zeit genommen haben, dabei zu sein.

Und noch viel schöner war, dass sich viele im Haus zusammen getan haben, um diesen Tag so festlich wie möglich zu gestalten.

#wahlheimatruhr

(Septemberbücher)

Von daher war es nicht so, dass es viele Mußestunden gegeben hat, in denen ich genüsslich hätte lesen können. Aber ich habe ganz viel Lesestoff über das Ruhrgebiet geschenkt bekommen, die Literaturhinweise möchte ich Euch nicht vorenthalten:

  • RuhrKompakt: Der Ruhrgebiet-Erlebnisführer (Die Erlebnislandschaft Ruhrgebiet mit allen Daten und Fakten) – 1200 Ziele für Entdecker … (von Nöllenheidt/Kirfel)
  • Glücksorte im Ruhrgebiet – Fahr hin und werd glücklich (Wellmann/Weimer)
  • Wandern am Wasser – 35 genussvolle Wanderungen im Ruhrgebiet (Uli Auffermann)
  • 111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss. (Fabian Pasalk)
  • Starke Frauen im Revier (Anita Brockmann, Sabine Durdel-Hoffmann)
  • Altena in alten Ansichten (Liesel Mickoleit/Heinz Hermes) – Anm.: Das ist wichtig, weil der märkische Sauerlandkreis auch zu unserem Bistum gehört.

Martin Luther und Katharina von Bora

(Christian Nürnberger/Petra Gerster – Oktoberbuch

Nach Umzug, Arbeitsplatzwechsel, Neuanfängen und vor allem viel Arbeit und vielen Terminen habe ich mir Ende Oktober ein paar Tage Zeit für einen Rückzug in die Eifel genommen, um neue Kraft zu tanken.

Dabei fiel mir passend zum 500. Jahrestag der Reformation das Buch von Petra Gerster und ihrem Mann in die Hände.

Mein Beitrag hier „Was Martin Luther uns für das Zeitalter des digitalen Wandel lehrt“ nimmt Bezug zum Buch.

Meine Quintessenz ist so zusammen gefasst.

Was uns die Epoche Martin Luthers lehrt:

  • Wie unmerklich klein die großen Dinge begonnen haben.
  • Die Welt, die im Wandel ist, ahnt häufig selbst nicht, dass eine neue Zeit anbricht.
  • Reformer sind selten die Selbsternannten, sondern die, die sich mit aller Kraft für Themen eingesetzt, sich darauf konzentriert und damit letztlich etwas bewegt haben.
  • Es braucht Zweifler, die plötzlich die Regeln in Frage stellen und etwas Neues ausprobieren.
  • Er war ein mittelalterlicher Blogger, denn sein Leitsatz war: „Durch Schreiben kann man etwas bewegen.“
  • Wenn man die Menschen erreichen will, muss man ihre Sprache sprechen.
  • Der Buchdruck war damals, was heute die Online-Kommunikation ist. Ein Beschleuniger des Wortes und ein wesentlicher Zugang zu freier und einfacher Bildung.
  • Bildung besteht aus Bildern. Neue Bilder formen den Geist um. Der umgebildete Geist bildet neue gesellschaftliche Strukturen.
  • Aus einem ängstlichen eher schüchternen Menschen kann ein Starker werden, wenn die Berufung stimmt.
  • Rückzüge, Natur und Stillezeiten (Offline-Zeiten) fördern Fortschritt, Kreativität und Qualität.
  • Verkrustete Strukturen verhindern eher, während neue, offene, noch formbare Lernstätten innovatives Denken und Arbeiten fördern.

 

Muscheln in meiner Hand

(Anne Morrow Lindbergh – Novemberbuch)

Eigentlich sollte man keinen Satz anfangen mit dem den Worten „…war die Ehefrau von…“, aber er wurde bekannter und erklärt das eine oder das andere: Anne Morrow Lindbergh war die Ehefrau von Charles Lindbergh, genau – dem Charles Lindbergh.

Sie war Kopilotin und ebenfalls Flugpionierin, außerdem Schriftstellerin und sie hat dieses wunderbare Büchlein „Muscheln in meiner Hand“ geschrieben. „Büchlein“ ist dabei nicht despektierlich gemeint, sondern im Gegenteil: Es bietet auf seinen 120 Seiten so viel Tiefe  und Philosophie, dass ich es immer mal wieder gerne zur Hand nehme wie eben in diesem November auch.

Der Brecher auf dem Strand, der Wind in den Pinien, der träge Flügelschlag der Reiher über den Dünen lassen uns das hektische Pulsieren der Städte und Vorstädte, der Fahrpläne und Terminkalender vergessen.

Im Englischen heißt der Titel „Gift from the sea“. Anne Morrow Lindbergh, die mit Familie und Kindern ein turbulentes Leben hat, schreibt über eine Auszeit am Meer, bei der sie sich ganz auf sich besinnt und zu einer einfachen Lebensweise zurück findet.

Die Frage lautet vielmehr: wie bewahre ich meiner Seele inmitten des Getriebes die Ruhe, wie gebe ich ihr Nahrung?

Um diese Frage dreht sich der Aufenthalt Lindberghs am Meer. Die Antwort ist einfach.

Geduld, Geduld, Geduld lehrt uns das Meer. Geduld und Glauben. Leer, offen und passiv wie der Strand sollten wir daliegen – das Geschenk des Meeres erwartend.

Advent and Christmas

(Henri J.M. Nouwen / Dezemberbuch)

Das Buch nehme ich in der Advents- und Weihnachtszeit gerne in die Hand.

Es bietet täglich Texte, Gebete und kleine „Advent Actions“.

Henri J. M. Nouwen´s Texte finde ich beindruckend, weil sie von seiner Lebensweise zeugen. Er gab seine Karriere als Hochschulprofessor auf und entschloss sich zu einem gemeinsamen Leben mit behinderten Menschen. Weitere Werke sind hier zu finden.

Es lässt sich als Tag für Tag Buch und Begleitung durch den Advent lesen oder manchmal ist es vielleicht auch so, dass man an einzelnen Textstellen hängenbleibt, die einen dann durch den Advent begleiten.

So wird es in einer Advent Action am 4. Tag auch vorgeschlagen:

Find a scriptual Motto .. Hold these words in your heart each day.

Das Büchlein gibt es meines Wissens nach nur in Englisch.

Insgesamt habe ich in diesem Jahr viel spirituell-theologisches gelesen. Es ist mir so begegnet. Es sollte dann wohl so sein.

„Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, dann mache einen Plan.“ Ich glaube nach den Erfahrungen mit meinen Bücherlisten in den vergangenen Jahren verzichte ich jetzt mal darauf, einen Plan zu machen.

Mal sehen, was mir im nächsten Jahr dann so begegnet. Es liegen noch eine Reihe ungelesener Bücher auf dem Stapel.

Aber nun kommt ihr jetzt erstmal gut in das neue Jahr 2018!

Wir lesen uns 🙂

 

Falls Du es verpasst hast, hier geht es zum:

Literarischen Jahresrückblick (Teil 1)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Literarischer Jahresrückblick 2017 (2)

Der Mai war ein sehr sonniger Monat.

Und eine Mischung aus Abschied und Neubeginn.

In Köln galt es vieles zu Ende zu bringen und gleichzeitig standen auch verschiedene Dienstreisen an, bei denen ich auch schon zukünftige Kolleg/innen treffen konnte, zum Beispiel bei der Republica, beim Kongress der Sozialwirtschaft und beim Jahresempfang des Deutschen Caritasverbandes in Berlin, bei dem der erste weibliche Vorstand, Eva Welskop-Deffaa, eingeführt wurde.

Frauen gehen in Führung.

Wir schreiben das Jahr 2017.

Und es ist noch immer eine Besonderheit.

Der Weiberaufstand

(Christiane Florin/Maibuch)

In diesen Tagen fiel mir das Buch „Der Weiberaufstand“ von Christiane Florin in die Hände.

Ich fühlte mich an ein Buch von Franz Alt erinnert, das ich Anfang der 90er Jahre gelesen habe: Jesus, der erste neue Mann.

Die feministische Theologie der 1980er Jahre feierte das Gegenteil: einen Mann, der eine freie Frau an seiner Seite hat. Maria Magdalena folgt Jesus aus Überzeugung, weder aus Gehorsam noch aus Demut. Sie steht unter dem Kreuz, begegnet dem Auferstandenen und überbringt die Botschaft, nicht weil sie muss, sondern weil sie will. Mutig, willensstark, lasziv – so ist diese Maria.

schreibt Christiane Florin.

Auf den 172 Seiten geht es um Weiberalarm, Quenglerinnen, Pfefferminzprinzen, fröhliche Weihmächte und die Wucht der Wirklichkeit. Der beste Satz des Buches ist nicht der erste, sondern der letzte: Wo ein Wille, ist auch eine Weihe.

Was mich an dem Buch fasziniert, ist nicht nur die scharfgestochene Schreibe und die teils sehr humorvolle Analyse, sonder vor allem die Frage nach der Berufung.

Ich habe den Wunsch nie gespürt, aber was, wenn Frauen ihn haben und gerne Priesterinnen würden.

Christiane Florin spöttelt:

Ein solcher Ruf kann … nur ein Hörfehler sein, eine persönliche Neigung, ein Empfinden … keinesfalls eine echte Berufung.

Christsein ist keine einfache Angelegenheit

(Klaus Pfeffer/ Junibuch)

Passend zu 500 Jahre Reformation veröffentlicht der Essener Generalvikar ein Buch mit dem Untertitel „Mit Dietrich Bonhoeffer auf dem Weg zu einer erneuerten Kirche“.

(Bonhoeffer) räumt auf mit einer Kirche, die sich an konfessionelle Linien und dogmatische Festlegungen klammert und dabei die Lebensrealität der Menschen völlig aus dem Blick verliert.

Der Autor macht auf den rund 130 Seiten eine Reise durch die Lebensgeschichte  des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, gibt Anstösse für das Leben im Heute und entwirft am Schluss des Buches eine Zukunftsvision für die Kirche.

Was mich an Dietrich Bonhoeffer immer wieder fasziniert, ist seine Fähigkeit, inmitten alltäglicher Lebenserfahrungen Gott zu suchen und auch zu entdecken. Seine Briefe, persönliche Aufzeichnungen, Predigten, Vorträge und Ausarbeitungen offenbaren eine intensive Reflexion all dessen, was er erlebt und erfährt.

Am 30. Mai wurde das Buch der Öffentlichkeit vorgestellt. Ich selbst konnte leider nicht dabei sein, hatte aber später noch die Gelegenheit an einer Lesung teil zu nehmen.

Die Ehe

(Christiane Florin/Julibuch)

Niemand würde in einen Zug steigen, wenn laut Statistik 30, 40, 50 Prozent dieses Modells aus der Kurve fliegen.

schreibt Christiane Florin in einem weiteren Buch, das ich nach der Lektüre von „Warum unsere Studenten so angepasst sind“ und „Der Weiberaufstand“ ebenso gerne gelesen habe. Der Untertitel lautet: Das riskante Sakrament.

Die Liebe kann auf die Ehe verzichten, die Ehe aber auf die Liebe nicht … je tiefer ich in die Materie eintauche, desto mehr staunte ich darüber, dass auf so wenigen Bibelstellen ein gewaltiges Lehrgebäude fußt.

Und auch dieses Werk von Christiane Florin lohnt sich. Denn auf den 112 Seiten (ebook) zeugt sie nicht nur von fundierter Kenne, sondern auch von bereicherndem Esprit.

Gegenüber seiner Mutter schlägt der junge Jesus einen Ton an, der heutige Erziehungsberechtigte ans Ratgeberregal oder in pädagogische Coachings treiben würde … Jesus Verhältnis zur Familie ist ambivalent, stellenweise sogar feindlich. … Jesus geht als kinderloser Single in die Heilige Schrift ein. Er wird nie Vater, er bleibt Sohn. Er hat Nachfolger, keine Nachkommen. Das Christentum basiert auf Seelenverwandtschaft, nicht auf Blutsverwandtschaft.

Christiane Florin ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie macht zu Beginn des Buches deutlich, dass sie auch verheiratet bleiben möchte.

Es geht ihr um eine nüchterne Betrachtung der Ehe und es ist eine spannende historische wie auch theologische Analyse.

Neue Freunde

(Björn Vedder/Augustbuch)

Facebook-Freunde sind nicht nur echte Freunde, sie sind sogar viel bessere Freunde als die, die wir üblicherweise dafür halten …

… lautet der provokante erste Satz des Buches und holt den Leser/die Leserin voller Spannung in die Lektüre. Der Untertitel „Über Freundschaft in Zeiten von Facebook“ gibt den entscheidenden Hinweis, dass es im Buch um mehr geht als um Facebook oder andere digitale Netzwerke, es geht darum, dass sich Freundschaften in der heutigen Zeit grundsätzlich verändern. So wie digitale Technologien unser Leben beeinflussen, beeinflusst eben auch die Online-Kommunikation unsere Wege, Beziehungen zu gestalten und Freundschaften zu pflegen.

Wenn „Interaktion mit dem anderen eine positive emotionale Wirkung“ hat, heißt es im Buch, dann bedeutet das eine Bestätigung des eigenen Selbstwertgefühls. Freundschaften werden insgesamt narzisstischer, lautet eine Grundthese des Buches.

Und auch, dass die Freundschaft aufhört, wenn die gemeinsame Sache wegfällt. Ist das tatsächlich so tragisch? Oder war das nicht eigentlich schon immer so? Tatsächlich hat ein Mensch doch nur wenige wirkliche echte Freunde, insbesondere, wenn wir die deutsche Definition von Freundschaft zugrunde legen. Zitate von Schopenhauer, Kant und Cicero werden hinzugezogen, um der wahren Freundschaft auf den Grund zu gehen. Ob es hilft? Denn Schopenhauer ist …

… das Schwanzwedeln eine ehrlichen Hundes hundertmal lieber als die Bekundung von Freundschaft.

Aber es ist Hoffnung! Denn wenn die Freunde gegenseitig echte Achtung empfinden, dann kann auch echte Freundschaft entstehen.

Freundschaften, das haben die vorangegangenen Kapitel vorgeführt, basieren auf einer wechselseitigen Anerkennung und einem gemeinsamen Verständnis der Welt.

Der Autor rückt die Entstehung einer Freundschaft in die Nähe der Entstehung einer Liebesbeziehung. Sie „macht schön, gibt dem anderen Raum, lässt ihn glänzen“. Er gibt der Freundschaft aber den Vorzug gegenüber einer Liebesbeziehung, denn …

… sie ist viel stärker von einem Gefühl der Übereinstimmung und Harmonie getragen als die Liebe, … ruhiger und milder. Im Gegensatz zur Liebe ist die Freundschaft eine allgemeine und umfassende Wärme … Sie ist gemäßigt und gleichbleibend, eine beständige und verlässliche Innigkeit und Zartheit.

Von daher mögen die Leser/innen enttäuscht sein, die in diesem Buch auf der Suche nach Tipps für gute Facebookfreundschaften sind.

Das Werk geht viel tiefer. Es ist eine gründliche Auseinandersetzung mit der Freundschaft in der heutigen Zeit.

 

Hier geht es zum

Literarischen Jahresrückblick 2017 (3)

 

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Literarischer Jahresrückblick (1)

Es ist schon fast eine liebgewordene Gewohnheit in den Tagen zwischen den Jahren über die gelesenen Bücher nachzudenken und wie jedes Jahr feststellen zu müssen, dass sie wieder einmal von der geplanten Liste abweichen.

Kann ich mich einfach nicht an meine guten Vorsätze halten? Oder ist das Leben manchmal nicht so planbar wie wir es uns gerne wünschen?

„Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, dann mache einen Plan.“ sagt eine Lebensweisheit. Das Leben ist ein Abenteuer!

Manch eine/r wird sich vielleicht fragen, was diese Bücher mit dem digitalen Wandel zu tun haben. Nur wenige beziehen sich direkt auf neue Technologien. Aber es war gerade Steve Jobs, dem die Verbindung zwischen Kunst, Literatur und Technologie ein hoher Wert war, der durch sie zu seinen Innovationen inspiriert wurde.

Jedenfalls hatte ich mir im letzten Jahr fest vorgenommen, für jeden Monat ein neues Buch auszuwählen.

Das Januarbuch war eine echte Herausforderung. Aber es stand schon ziemlich lange auf meiner Bucketlist und so habe ich wacker durchgehalten.

Das Glasperlenspiel

(Hermann Hesse / Januarbuch)

 … das alt gewordene Kleid durfte abgelegt werden, es lag ein Neues für ihn bereit …

Was mich am Glasperlenspiel fasziniert hat und vielleicht musste ich deswegen so alt werden, um es zu lesen (und zu verstehen), ist, dass es einem das ganze Leben spiegelt. Die Erfahrungen, die Bemühungen, die Anstrengungen, um dann am Ende festzustellen, dass die Loslösung von allem die tatsächliche Freiheit (und Weisheit) bedeutet.

Knechts Gedanken über einen drohenden Niedergang des kastalischen Wesens waren seinen Freunden längst bekannt.

Während ich Seite um Seite umblättere, wandle ich mich und mein Leben wandelt sich mit. Es schlägt eine neue Richtung ein. „Nun, er ging seinen Weg.“ heißt es im Buch. Ich auch. Ich begebe mich nach Essen, wo Mitte des Monats mein erstes Vorstellungsgespräch für einen Stellenwechsel statt findet.

Knechts Wunsch, irgendwann einmal seine jetzige Lebensform abzulegen und den Sprung in eine neue zu wagen, nahm schon den Rang eines Entschlusses an.

Die Fahrt zum Leuchtturm

(Virginia Woolf / Februarbuch)

Das zweite Gespräch findet im schon fortgeschrittenen Monat Februar statt. Da mich das Januarbuch mehr Zeit als angenommen gekostet hat, wartet das Februarbuch noch im Regal.

Gleich im Anschluss an das Gespräch geht es nämlich auf Reisen.

Auf die Insel Texel.

Hier ist Zeit und Muße für „Die Fahrt zum Leuchtturm“.

Wenn das Leben einen Augenblick Ruhe gab, schien die Reichweite der Erfahrungen grenzenlos.

So war es auf Texel dann auch die Ruhe vor dem Sturm. Letzte glückliche Stunden, von denen nicht klar war, dass es letzte glückliche Stunden sind: Lange Strandspaziergänge mit dem geliebten Hund.

Im Nu, ohne ersichtlichen Grund, wurde Mrs. Ramsey zu einem zwanzigjährigen Mädchen, voller Fröhlichkeit.

Das Bezaubernde an „Zum Leuchtturm“ ist der Aufbau, die Dramaturgie und insbesondere die Sprache.

Das Haus war verlassen; das Haus war verwaist. Es blieb zurück wie eine Muschelschale auf einem Sandhügel, die sich mit körnigem Salz füllt, jetzt, da das Lebens sie verlassen hat.

1925 vermerkte Virginia Woolf  in ihrem Tagebuch: „… er (der Roman) wird ziemlich kurz werden; soll Vaters Figur völlig enthalten; und die Mutters; und die Kindheit; und all die üblichen Dinge, die ich hinein zu tun versuche, Leben, Tod, etc. Aber der Mittelpunkt ist die Figur Vaters …“

Der Roman spielt in der gleichen Umgebung, in der Virginia Woolfs Jugenderinnerung das Bild der Eltern aufbewahrt hat: im Ferienhaus an der Küste, während der langen Sommermonate.

Konnte das sein, dass dies selbst für ältere Menschen, das Leben war? – verblüffend, unerwartet, unbekannt? … Und während sie sich ausruhte und dabei unschlüssig von einem zum anderen schaute, stand die alte Frage, die dazu angetan war, in Augenblicken wie diesem zu einer besonderen zu werden, wenn sie Fähigkeiten frei setzte … Was war der Sinn des Lebens?

In Reisekladde habe ich die Reise mit dem Literarischen verbunden.

März

Der schönste und zugleich der traurigste Monat des Jahres 2017 war der März. Er blieb lektürefrei.

Am 10. März starb unser Hund. Der kleine spanische Mischling war keine sieben Jahre alt geworden und sein Tod liess das Leben plötzlich stehen bleiben.

Das Lesevergnügen nach langen Waldspaziergängen mit dem Hund vor dem Kaminfeuer war erloschen.

Gleichzeitig waren die letzten Tage des Monats ausgesprochene Glückstage. Ich erhielt die Zusage für Essen, was mich veranlasste, den Beitrag „Über Amt, Aufgabe und Beruf“ zu schreiben.

 

Hab´Mut zur Lockerheit!

(Klaus Pfeffer / Aprilbuch)

Im April gratulierte mir ein Kollege in Köln zu meinem neuen Generalvikar im Bistum Essen. Er hatte seinen Beitrag im Radio gehört. Da ich zu dieser Sendezeit noch nicht besonders aufnahmefähig bin, freute es mich, als ich erfuhr, dass Klaus Pfeffer ein Buch mit dem muntermachenden Titel „Hab´Mut zur Lockerheit!“ veröffentlicht hatte, in dem seine Beiträge zusammen gefasst waren. Dabei geht es um Karneval und Fastenzeit, die Zukunft der Kirche und das Glücklichsein.

Glücklich macht allein schon, dass die Texte mit Zeichnungen von Thomas Plaßmann geschmückt sind. Aber auch die Texte haben es in sich. Zum Beispiel wenn Pfeffer Dietrich Bonhoeffer zitiert:

„Unsere Verantwortung ist nicht eine unendliche, sondern eine begrenzte!“

Und der Autor führt dazu aus:

(Es braucht) … den Glauben, dass es einen Gott gibt, dem ich das überlassen kann, was mir nicht möglich ist. Wer so glauben kann, der resigniert nicht. Er weiß ja, dass er nur tun muss, was für ihn geht, nicht mehr und nicht weniger.

 

Zum Titelthema Lockerheit heißt es im Buch:

Es ist kein Wunder, dass der Karneval in Gegenden entstanden ist, die vom Glauben an Gott geprägt waren. Menschen, die mit Gott rechnen, können das Leben einfach lockerer sehen. Sie können auch lustvoll feiern und den Alltag mal an die Seite schieben.

Na, da kann ich als Rheinländerin doch leicht und locker an die Ruhr wechseln …

 

Hier geht es zum …

Literarischen Jahresrückblick 2017 (Teil 2)

 

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Literarischer Jahresrückblick 2016 & Ausblick

 

Noch beklagenswerter, als Worte es ausdrücken können, sind die armen Juden, deren verzweifelte Bitten um Visa und Einreiseerlaubnis hierhin und dahin ich jeden Tag lese. Ewig entwurzelt und heimatlos irren sie um den Erdball, soweit ich verstehe.

schreibt Astrid Lindgren am 13. Oktober 1940 in ihr Tagebuch.

Ihre Tagebücher, die sie im Zeitraum 1939 bis 1945 verfasste, wurden erst kürzlich herausgegeben. Der Titel entstammt ebenfalls einem Zitat der Tagebücher:

Die Menschheit hat den Verstand verloren

– von Astrid Lindgren

Die Tagebücher lesen sich erschreckend zeitgemäss angesichts der Kriege, die unsere Gegenwart erschüttern. Damals war Schweden ein Land, das der Krieg aussparte. Fast eine Insel der Glückseligkeit, so wie wir uns in Deutschland heutzutage auch manchmal vorkommen mögen angesichts des Terrors, der in der Welt geschieht.

Ich glaube,…dass es eine reine, unverdiente und unerhörte Gnade ist, das Fest in Ruhe und Frieden im eigenen Zuhause feiern zu dürfen… Wir haben uns wie üblich voll gefuttert, bis wir platzten. Wahrscheinlich sind wir das einzige Volk in Europa, das diese Möglichkeit hat, jedenfalls in dem Ausmaß. (28. Dezember 1940)

Es ist ein beeindruckendes Buch! Nicht nur wegen des Zeitraums über den sie schreibt, sondern auch wegen des Stils. Was für eine begabte Schreiberin Astrid Lindgren schon war bevor sie mit ihren Kinderbüchern Berühmtheit erlangte, merkt man daran, dass ihre Notizen so gut wie gar nicht überarbeitet werden mussten, um sie zu veröffentlichen. Besonders wegen der Parallelen zur heutigen Zeit, in der man auch immer wieder kopfschüttelnd wie Astrid Lindgren bemerken könnte:

Aber die Menschheit hat nun einmal komplett den Verstand verloren. (12. Mai 1942)

Unterm Rad

– von Hermann Hesse

Ein Schulmeister hat lieber einige Esel als ein Genie in seiner Klasse…seine Aufgabe ist es nicht, extravagante Geister heraus zu bilden, sondern gute Lateiner, Rechner und Biedermänner. (S. 90)

Dieser Bildungsroman von Hermann Hesse wurde im Jahr 1906 erstmals veröffentlicht. Arthur Eloesser kommentiert die Erstausgabe mit den Worten: „Der Roman enthält ungefähr eine Anleitung für Eltern, Vormünder und Lehrer, wie man einen begabten jungen Menschen am zweckmässigsten zugrunde richtet.“

Ein vergleichsweise dünnes Buch von knapp 170 Seiten, das die Seele berührt und erschreckt angesichts dessen, was Kindern damals (und heute?) angetan wurde, um sie von dem fern zu halten, wonach sie sich sehnten: freies Spiel in der Natur.

So müssen Sommerferien sein! Über den Bergen ein enzianblauer Himmel. Wochenlang ein strahlend heisser Tag am anderen, nur zuweilen ein heftiges, kurzes Gewitter. Der Fluss … war so erwärmt, dass man noch spät am Abend baden konnte. (S. 32)

Silicon Valley

– von Christoph Keese

Die Kundschaft..gibt, begeistert vom Ipod, die alte Treuebeziehung zum Plattenladen um die Ecke von einem auf den anderen Tag auf…Was heute der Plattenladen erlebt, widerfährt morgen (anderen) … Wir werden früher aus der Komfortzone verstoßen als wir denken. (S. 112)

Der Wirtschaftswissenschaftler und Journalist Christoph Keese war 2013 ein halbes Jahr im Silicon Valley. Er beschreibt seinen Eindruck, der unterm Strich in der Aussage enden wird: Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden (Carly Fiorina). Mit einer erschreckenden Erkenntnis: Die sozialen Gegensätze werden offensichtlicher.

Die Zahl der Empfänger von Lebensmittelmarken hat ein neues Zehn-Jahres-Hoch erreicht, die Zahl der Wohnungslosen ist in zwei Jahren um 20 Prozent angestiegen, das Durchschnittseinkommen der spanischen Bevölkerung, ein Viertel der Bürger des Silikon Valley, ist mit 19000 Dollar im Jahr auf ein Tief gefallen. (S. 85)

In Deutschland macht sich ein Trend bemerkbar, der von der Süddeutschen mit „Wer Internet kann, ist privilegiert“ getitelt wird. Torsten Larbig von EdChat twittert dazu: „Internet muss man können. Wenn nicht, dann ist man schnell Bildungsverlierer. Smartphone allein reicht nicht.“

Ein spannendes Buch, das sehr dazu verhilft zu verstehen, vor welchen technologischen Zukunftsherausforderungen wir stehen und wie sehr sich unsere Organisations- und Kommunikationsstrukturen verändern werden.

Die Auflehnung

– von Siegfried Lenz

Und Willy erzählte aus einer anderen Welt, beschrieb ein komfortables, hölzernes Hotel, in dem die Teekoster aus Europa wohnten und schilderte einen Abend, an dem die empfindlichen Spezialisten, gutgelaunt nach zufriedenstellenden Abschlüssen, einen scherzhaften Wettbewerb veranstalteten… Mich jedenfalls konnte keiner reinlegen, sagte Willy…

Siegfried Lenz schreibt über zwei Brüder, die sich älter werdend der Frage stellen: Unterwerfung oder Auflehnung? Frank ist ein erfahrener Teichwirt und Willy ein international bekannter Teekoster. Beide sehen ihr Lebenswerk bedroht. Beide suchen nach Auswegen.

Virginia und Leonard Woolf

– von George Spater und Ian Parsons

So war fast über Nacht ein Hobby zum Geschäft geworden. Das muss auch Leonard so empfunden haben, denn er bestellte ein kupfernes Firmenschild für die Tür zu einem Preis von 10 Schilling 10 Pence.(S.151)

Was damals niemand voraussehen konnte, waren die Größe ihres späteren Erfolges und die Entwicklung der Hogarth Press, die 1917 in aller Stille gegründet wurde.    (S. 143)

Leonard und Virginia Woolf  haben 1917 quasi ein Startup, ihren eigenen Verlag, gegründet. Ganz einfach, in dem sie eine Druckmaschine gekauft haben, die Hogarth Press, so bezeichnet, weil die Maschine im Hogarth House stand. Der Verlag wurde zu einem der bedeutensten britischen Verlage für Belletristik.

Hierum geht es und um den Lebensstil des Intellektuellenpaars, das einzeln und zusammen als Schriftsteller, Verleger, Modernisierer und zentrale Gestalter der Bloomsbury Gruppe  Berühmtheit erlangte.

 

Bücherliste 2017

Deutschland digital

Unsere Antwort auf das Silikon Valley

– von Marc Beise und Ulrich Schäfer

Vertrauen: Genau darum geht es im Internet der Dinge – und ausgerechnet die Deutschen könnten dieses neue Gut schaffen, dessen Wert man im Silicon Valley nicht wirklich versteht. Nur wem die Kunden vertrauen, dass er ihre Daten sicher verwahrt, dem gehört auf Dauer die Zukunft. Und dafür haben die ängstlichen Deutschen einfach ein Händchen. Die Angst als Geschäftsmodell – ja, das kann funktionieren. (Berlin Valley)

Das Glasperlenspiel

– von Hermann Hesse

Hermann Hesses letztes großes Werk spielt in einer Zukunftswelt, in welcher er das Leben seines Helden Magister Ludi Josef Knecht ansiedelt. Auf die wesentlichen Charakteristika dieser Welt verweist der Namenszusatz ‚Magister Ludi‘, ein Wortspiel, da das lateinische Wort ‚ludus‘ sowohl ‚Schule‘ (ein magister ludi ist historisch ein Schulmeister) als auch Spiel (der Titel würde dann „Meister des Spiels“ heißen) bedeutet. (Wikipedia)

Armut in Deutschland

– von Georg Cremer

Armut in Deutschland“ heißt das Buch, in dem Cremer all seinen Frust über die falschen Zahlen und schiefen Vergleiche niedergeschrieben hat und seine Lösungsvorschläge aufzeigt. „Es hat mich mehr und mehr geärgert, dass wir eben über Armut nur in Form dieser folgenlosen Empörung sprechen“, sagt Cremer. Aus kleinen statistischen Schwankungen ein Riesenbohei machen, aber nicht darüber reden, was wir denn ganz konkret machen können, um die Armut einzugrenzen. (FAZ)

Die Fahrt zum Leuchtturm

– von Virginia Woolf

1925 vermerkte sie in ihrem Tagebuch: „… er wird ziemlich kurz werden; soll Vaters Figur völlig enthalten; und die Mutters; und die Kindheit; und all die üblichen Dinge, die ich hinein zu tun versuche, Leben, Tod, etc. Aber der Mittelpunkt ist die Figur Vaters …

In dieser anspruchslosen privaten Notiz kündigte sich die ganze Spannung des Romans schon an, der viel mehr geworden ist als eine Biographie der Eltern…Der Roman spielt in der gleichen Umgebung, in der Virginia Woolfs Jugenderinnerung das Bild der Eltern aufbewahrt hat: im Ferienhaus an der Küste, während der langen. Sommermonate. (Die Zeit)

Das Buch meines Lebens

– von Teresa von Avila

In ihrer Autobiographie gibt Teresa von Avila Einblick in ihren inneren Werdegang, ihre außerordentlichen geistigen Erfahrungen und ihren Weg in Gesellschaft und Kirche. (Klappentext)

 

Zum Weiterlesen:

Bücherliste 2015

Bücherliste 2016

 

 

 

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Meine Bücherliste 2016.

Erinnert Ihr Euch noch an letztes Jahr? An meine

Bücherliste 2015?

Was soll ich Euch sagen?

Ich bin kläglich gescheitert.

Ich habe nur drei von den angekündigten fünf Büchern gelesen.

Aber die drei waren echt toll!

Gelesen: “Warum unsere Studenten so angepasst sind“

Ein schmales Büchlein. Es gleicht eher einer Reclamausgabe, ist aber im Rowohltverlag erschienen und: hat es in sich! Die Analyse des deutschen Bildungssystems ist ausgezeichnet vorgenommen und ich möchte am liebsten das Buch zur Pflichtlektüre aller Bildungsverantwortlichen machen.

Gelesen: Der Circle.

Dem Autor ist es gut gelungen, den Stress und die Dynamik, die durch die vielfältige Kommunikation der sozialen Medien und eMail-Fluten entsteht, atmosphärisch darzustellen. Die Sehnsucht des Menschen nach Fortschritt ist auch gleichzeitig oft seine größte Gefahr. Machtmissbrauch und totalitäres Machtstreben drohen der Menschheit immer wieder auf neue Art und Weise. Die fließenden Übergänge zwischen Privatem und Beruflichen ohne, dass der oder die Einzelne es noch spürt, führen zu einer totalen Vereinnahmung, die sich auf die Psyche auswirkt. Je weiter ich das Buch las, umso gruseliger und angespannter fühlte ich mich und geriet innerlich in einen Strudel der Gefühle und vor allem in Panik. Gut gemacht!

Mein Fazit: Wir müssen den digitalen Wandel mitgestalten, damit nicht er uns steuert.

Gelesen: Dachdecker wollte ich eh nicht werden.

Raúl Krauthausen beschreibt in seinem Buch seinen Lebens- und Lernprozess. Er macht durch seine Geschichte deutlich wie er seinen Lebenssinn gefunden hat. Dabei gibt es einige Überraschungen. Zum Beispiel, dass Raúl gar nicht vorhatte, ein Aktivist für Menschen mit Behinderung zu werden. Im Gegenteil!

Mehr möchte ich aber nicht verraten. Nur soviel, dass die spannende Lektüre zu einem besseren Verständnis von Inklusion führt und sie dem Leser sehr viel Mut mit auf den Weg gibt.

Was ich nicht gelesen habe und sehr bedaure, da es gerade in diesen Tagen wieder an Aktualität gewonnen hat:

Weil ein Aufschrei nicht reicht von Anne Wizorek

Anne Wizorek löste mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen #aufschrei als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem. Erfrischend unakademisch zeigt Anne Wizorek, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht. Sehr persönlich beschreibt sie ihren Weg zur Aktivistin und ermutigt dazu, selbst aktiv zu werden – im Großen wie im Kleinen.

Und leider auch nicht gelesen:

Wunder muss man selber machen von Sina Trinkwalder

Denn eine Botschaft muss haben, wer entgegen landläufiger Annahme überzeugt ist, dass in Deutschland Textilien zu konkurrenzfähigen Preisen hergestellt werden können. Sina Trinkwalder ist keine Unternehmerin, die an eine Steigerung der Rendite durch Verlagerung der Jobs nach Asien glaubt – sondern an die fundamentale Bedeutung eines selbstverdienten Lebensunterhalts für Menschen, die dadurch mit Stolz an der Gesellschaft teilhaben können.

Asche über mein Haupt!! Ich nehmen es mir auf jeden Fall weiter vor, wenn auch nicht mehr öffentlich :-)).

Tipp!!

Aber dafür habe ich immerhin ein anderes wichtiges Buch gelesen: Think Content von Miriam Löffler. Hier eine gute Rezession.

Nun aber, tatata –

Meine Bücherliste für 2016!

Wieder war es Einfachbewusst´s famose Bücherliste, die mich zu dem nachfolgenden Buch inspiriert hat:

Hermann Hesse – Unterm Rad.

Schulroman Unterm Rad über das Schicksal eines begabten Kindes, das am Erwartungsdruck seines Vaters und der Umwelt zerbricht.

Ausserdem:

Silicon Valley – Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt.

Der Autor traf Erfinder, Gründer, Wagniskapitalgeber und Professoren in Stanford und Berkeley – auf der Suche nach Erfolgsmustern und Treibern der boomenden Internetwirtschaft. Wie funktioniert dieses »Einfach tun, was sonst keiner wagt«? Warum fällt traditionellen Firmen die »disruptive Innovation« so schwer? Wächst uns Google über den Kopf? Was ist der Netzwerkeffekt? Schafft das Internet wirklich Geld, Banken, Einzelhandel, Zeitungen, Bücher und Verkehrsampeln ab? Was muss Deutschland unternehmen, um den Anschluss nicht zu verpassen?

Gerald Hüther: Mit Freude lernen – ein Leben lang

„»Hurra, Ferien!«, Endlich Urlaub!« – Wir alle kennen das.
Weshalb wollen eigentlich die meisten Kinder spätestens nach der ersten Klasse vom Lernen nichts mehr wissen? Weshalb nutzt der Knirps, der als Baby lustvoll die Welt entdeckt hat, spätestens jetzt seine Kreativität nur noch, um dem Lernen möglichst zu entfliehen? Weshalb empfindet kaum ein Erwachsener Lernen als Bereicherung des eigenen Lebens und als zutiefst lustvoll und beglückend?
Gerald Hüthers Antwort: Weil unser Verständnis von „Lernen“ historisch und gesellschaftlich verkrüppelt wurde.

Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny

Über den englischen Kapitän und Polarforscher John Franklin, der wegen seiner Langsamkeit immer wieder Schwierigkeiten hat, mit der Schnelllebigkeit seiner Zeit Schritt zu halten, aber schließlich doch aufgrund seiner Beharrlichkeit zu einem großen Entdecker wird.

Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren.

„Astrid Lindgren hat unsere Kindheit geprägt. Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert. Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Noch bevor diese Bücher entstanden, schrieb sie ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts nieder: den Zweiten Weltkrieg. Nachdenklich und betroffen, aber auch mit dem so unverwechselbaren Tonfall stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was ist gut und was ist böse?“

Ja, Ihr dürft mit verfolgen, wieviel ich dieses Mal schaffen werde.

Und was steht auf Eurer Bücherliste 2016?

Zum Weiterlesen:

Bücherliste 2015

Bücherliste 2017