Veröffentlicht in Handwerkszeug

Wie funktioniert Twitter?

Viele Profis aus Wissenschaft, Praxis und Politik der sozialen Arbeit tummeln sich auf Twitter.

Aber wie funktioniert Twitter eigentlich genau und wie lässt es sich sinnvoll einsetzen?

… für Anfänger

1. Registrieren

Wie bei allen Netzwerken besteht der erste Schritt darin, dass man sich anmeldet.

Also: Mailadresse, Nutzernamen und Passwort eingeben. Der Nutzername will gut gewählt sein, damit jede/r sogleich versteht, worum es geht.

2. Bio einrichten

Das Kürzel Bio steht für Biographie und meint eine Kurzbeschreibung des Profils. Dazu gehört das Profilfoto, ein Hintergrundbild und die Verlinkung zur Webseite.

Es können Hashtags auf spezielle Themen hinweisen, die die Auffindbarkeit deutlich erleichtern.

3. Folgen

Twitter lebt wie andere Netzwerke von der Kommunikation und der Interaktion. Hier kommt es besonders darauf an, nicht im eigenen Dunstkreis zu verharren, sondern Kontakte auszumachen, mit denen sich eine thematische Vernetzung lohnt.

4. Teilen

Twitter ist dafür bekannt, dass es die 140 Zeichen (inzwischen sind 280 Zeichen möglich) Begrenzung eingebaut hat, was viele abschreckt. Es ist wirklich nicht ganz einfach in wenigen Zeichen auf den Punkt zu bringen, was gesagt werden soll.

Es ist jedoch nicht zwingend nötig eigene Inhalte zu produzieren, sondern gerade auf Twitter lassen sich besonders gut auch Links teilen. Sogar direkt vom Web aus. Vom Smartphone oder Tablet aus gibt es häufig eine Weiterleitungsfunktion nicht nur per mail, sondern auch per Twitter oder in andere soziale Netzwerke.

Das Teilen anderer Tweets gehört bei Twitter mehr als bei allen anderen sozialen Netzwerken zur Essenz. Es heißt bei Twitter „retweet“ und wird über die Funktion unter dem Tweet neben dem Herzchen/Stern bedient.

img_3321

5. Liken

Was dem einen die Herzen sind, sind den anderen die Sterne. Unterschiedliche Twitter Apps bieten da verschiedene Varianten an.

Seit den Anfängen von Facebook wird die Funktion des Likens kontrovers diskutiert. Es gibt dem Nutzer aber wertvolle Hinweise, ob eine Information brauchbar ist oder nicht, daher bitte beherzt mittun.

6. Hashtags

Ein Markenzeichen von Twitter sind die hashtags, die dadurch entstehen, dass man die Raute vor ein Stichwort setzt. Darüber ist es möglich alle Informationen zu einem Thema  zu sammeln, z.B. #sozialeArbeit oder #Flüchtlinge.

Die Hashtags setzen sich zwar auch langsam in anderen Netzwerken durch, sie machen aber gerade Twitter zu einem hervorragenden Instrument des Wissensmanagements, da hier eine Fülle von unterschiedlichen Texten, Links, Studien u.ä. zum Thema recherchiert werden kann.

Ein Beispiel ist aktuell der hashtag #SGBVIII, der Informationen und Aktionen zur SGB VIII Novelle bündelt.

…. für Fortgeschrittene

1. Listen anlegen (öffentlich & privat)

Twitter erlaubt das Anlegen von Listen. Zu welchem Thema ich die Liste anlege, bleibt mir selbst überlassen. Der Liste kann ich Nutzern, denen ich folge, hinzufügen.

Ich muss den Nutzern gar nicht offiziell folgen, wenn ich sie der Liste hinzugefügt habe, lese ich ihre Tweets, wenn ich die Liste öffne. Listen lassen sich öffentlich oder privat anlegen. Die öffentlichen Listen sind von anderen einsehbar und sie könnten sie auch abonnieren.

Die Listen sind neben den hashtags eine zweite gute Möglichkeit Themen zu sortieren und sind im Unterschied zu Facebook, das diese Funktion vor einiger Zeit auch nachgerüstet hat, deutlich übersichtlicher.

2. Zitieren

Wenn ich den Tweet eines anderen Nutzers retweete, habe ich die Wahl zwischen reinem Retweet und dem Hinzufügen eines Kommentars. Der Kommentar ermöglicht mir die Ergänzung von Bewertungen oder einem hashtag, z.B. #sozialeArbeit, damit andere das Thema leichter finden können.

3. Diskutieren

Die digitalen Medien leben wie andere sozialen Netzwerke von Beteiligung. Gerade Twitter lebt von der Interaktion und vom Diskurs, der ja auch ein Garant für die Qualität der sozialen Arbeit ist..

4. Gemeinsamer Account

Organisationen arbeiten häufig mit mehreren Personen unter einem Profil wie wir das mit Caritasjobs auch machen. Ich empfehle mit Kürzeln vor dem Tweet zu arbeiten, damit man erkennt, wer gerade kommuniziert.

Digitale Medien leben von der persönlichen Kommunikation. Es kann nicht oft genug gesagt werden.

5. Mehrere Profile benutzen

Jedes Profil hat eine eigene Mail-Adresse. Wer mehrere Mailadressen nutzt, kann auch mehrere Profile anlegen. In der App lässt sich im Unterschied zum Browser einfach zwischen den verschiedenen Profilen hin und her wechseln, wenn sie einmal angelegt sind.

6. Tweets in den Blog integrieren

Wer einen WordPress – Blog nutzt, die software ist auf wordpress.com kostenlos, kann mit Hilfe eines Widgets Tweets in den Seitenrand integrieren. Es werden automatisch die letzten Tweets angezeigt.

7. Gruppenarbeit

Ähnlich wie bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken gibt es bei Twitter die Möglichkeit, Direktnachrichten zu schreiben. Wenn man verschiedene User gleichzeitig anschreibt, bildet sich ein Gruppenchat.

8. Statistiken

Jeder Tweet hält eine Statistik bereit, der durch ein Diagramm kenntlich gemacht ist. Die Statistik gibt Aufschluss darüber, wie häufig der Tweet angeschaut wurde, ob und welche Art von Interaktionen es gab. Neben den Herzchen/Sternen ist das eine weitere Evaluationsmöglichkeit.

9. Storify

Manche Events bieten so viel Stoff, dass es sich lohnt, live zu twittern. Dann kommen unter einem hashtag viele Informationen zusammen. Wer sie bündeln und sortieren will, kann Storify benutzen.

10. Stammtisch

Ein Stammtisch auf Twitter scheint mir noch Seltenheitswert zu haben. Beim Stammtisch twittern User 1x wöchentlich zu einer bestimmten Uhrzeit eine Stunde lang zu einem bestimmten Thema. Strukturiert wird das Thema durch 5 – 6 Fragen. F plus Nummer wird der Frage vorangestellt, so dass der User weiß, um welche Frage es sich handelt. Mit A plus Nummer wird geantwortet.

Zum Beispiel: #RN8 (Reisenacht) montags zwischen 20 Uhr & 21 Uhr und #EdchatDE (Education Chat Deutschland) dienstags zwischen 20 Uhr & 21 Uhr.

Sie werden beide gut vorbereitet und moderiert, das macht ihre Qualität aus

NoGo’s

https://twitter.com/sabinedepew/status/888993754975260672

.

Mein Fazit: Es geht um gute Inhalte, wertvolle Informationen & Interaktion, reines Marketing ist absolutes NoGo auf Twitter. Auch eine Standardweiterleitung von Facebook. Nichts ist so ermüdend wie 10 Tweets hintereinander mit der Aussage: „Ich habe ein Foto auf Facebook gepostet.“

Twitter wird so samt der hashtags und unterschiedlichsten User aus Wissenschaft, Politik und Praktikern zu einem Fundus an relevanten Informationen  und einem neuen Instrument sozialpolitischer Interessenvertretung.

Das könnte Dich auch interessieren: Social Media in der sozialen Arbeit.

Veröffentlicht in Tagebuch

re:publica & soziale Arbeit #rpTEN

Ich bin eine von 4000, die noch nie bei der re:publica waren.

Insgesamt sind 8000 Menschen im Raum als Deutschlands größte Internetmesse am Montagmorgen eröffnet wird.

Die Moderatorin trägt ein funkelndes Glitzerkleid.

Es wird Geburtstag gefeiert. Die re:publica wird zehn Jahre alt.

Es wird darüber gesprochen wie damals alles so war.

Beim ersten Mal waren es mal gerade 700 Teilnehmer/innen.

Facebook war im zarten Alter von drei Jahren und Twitter gerade erst geboren. Es gab kein Internet und es war auch keine Internetmesse, sondern eine Blogger/innenkonferenz.

Das Programm.

Das Programm ist gigantisch. Und man muss es auch erstmal verstehen.

„Bereits seit ihrer ersten Ausgabe in 2007 wird der mediale Wandel und seine Themen in einem Rahmen von drei Konferenztagen diskutiert.Bei den Besucher_innen der ersten re:publica handelte es sich insbesondere um Blogger_innen, Internetaktivist_innen und Netz-Intellektuelle und 80 Prozent der insgesamt 700 Teilnehmer_innen gaben an, selbst Inhalte im Netz zu publizieren.

Seit ihren Anfängen als ‚Klassentreffen von Blogger_innen‘ hat sich die re:publica jedoch zu einer ‚Gesellschaftskonferenz‘ mit zuletzt 7000 Teilnehmer_innen im Mai 2015 entwickelt: „Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur.“

heißt es in Neue Konferenzformate im digitalen Zeitalter.

Ich bin hin- und hergerissen zwischen Programmplanung und Treibenlassen. Die re:publica bietet so viel – vom praktischen Ausprobieren über prominente Keynotespeaker hin zu Networkingmöglichkeiten.

image

Als ich das Programm studiere, begebe ich mich auf die Suche nach Themen, die den sozialen Bereich betreffen. Und werde schnell fündig.

Gesundheit (Health)

Bei Gesundheit geht es um mehr als nur Telemedizin. Aber auch. Es geht um Depressionen und Social Media. Es geht um Apps, die Therapien unterstützen. Es geht um Spiele, die die emotionale und mentale Gesundheit fördern.

Bildung (Learn)

Natürlich geht es um digitale Bildung. Es geht aber zunächst vor allem darum, was Jugendliche wollen, wie Bildung sich weiterentwickeln und verändern soll. Diese Veranstaltung ist total überlaufen. Es geht darum wie Spiele das Lernen vereinfachen. Es geht um Medienprojekte mit jungen Flüchtlingen und wie Spiele Politik gestalten.

Flüchtlinge (Refugees)

Es verwundert nicht, dass bei einer Konferenz, die sich zentralen digitalen Themen in der Gesellschaft widmet, das Thema Flüchtlinge einen breiten Raum einnimmt. Hier ergibt sich die größte Schnittmenge zwischen der klassischen sozialen Arbeit und der Re:Publica. Was auch daran liegt, dass die Kompetenz der Flüchtlinge im Umgang mit digitalen Medien deren Einzug in die soziale Arbeit beschleunigt hat.

Das sind die Programmpunkte, die offensichtlich etwas mit sozialer Arbeit zu tun haben. Aber auch in den anderen „Tracks“ stecken viele Zusammenhänge. So etwa bei „Hate it“, wo es um den Umgang mit Hasstiraden geht. Bei FinTECH, wo es um neue Finanzmodelle geht (z.B. hacking the Fördersystem). Bei Call it work, wo es um das Thema „Arbeiten 4.0“ geht. Letztlich in allen Themen (z.B. Virtuelle Realität), denn sie alle haben mit der Veränderung der Gesellschaft in einem digitalen Zeitalter zu tun.

Veranstaltungsort.

Als ich am Tag Zero die Re:Publica erreiche und den Veranstaltungsort sehe, denke ich: Bingo! Genauso muss es sein. Dabei findet die Re:Publica erst seit 2012 auf diesem Gelände statt.

„Damit ein Event glaubhaft ist und Interaktion entstehen kann, müssen Thema und Veranstaltungsziele auch räumlich erfahrbar werden.“ heißt es bei Neue Konferenzformate im digitalen Zeitalter.

Die Station Berlin ist der ehemalige Postbahnhof Luckenwalder Straße im Berliner Bezirk Kreuzberg.

Der Vorteil an diesem Veranstaltungsort: Es gibt Platz für viele Foren. Eine Halle für Ausstellungen. Und es ist doch nicht so weitläufig wie auf manchen riesigen Messen, sondern irgendwie ist auch alles nah beieinander. Unschlagbar ist der Innenhof, der bei diesem schönen Wetter prima zu nutzen ist.

„Die Entwicklung von innovativen Formaten, die Interaktion und Partizipation ermöglichen, ist zentral, um bedeutungsvolle Events im digitalen Zeitalter zu gestalten. Um nachhaltig Communities zu bestimmten Themen im Umfeld eines Events zu entwickeln, müssen neben diesen physischen Räumen jedoch auch die entsprechenden digitalen Räume entstehen.“ (aus: Neue Konferenzformate im digitalen Zeitalter)

image

Praktische Tipps

Das Programm studieren.

Es macht Sinn, sich im Vorfeld mit dem Programm zu beschäftigen. Auch, wenn man sich nachher nicht sklavisch dran hält. Das Programm verschafft einen Eindruck über die Thematiken und auch die Formate (Makerspace etc.)

Sich treiben lassen.

Steht nicht im Widerspruch: Es lohnt, sich treiben zu lassen und nicht von einem Forum zum anderen zu hetzen. Das Gesamtformat der Konferenz gibt einen Eindruck von modernen Veranstaltungsorten: Viel Raum für Begegnung. Sammelpunkte mit ausreichend Steckdosen, Relaxzonen, Speakerscorner.

Hashtags, Hashtags, Hashtags.

Sich über Themen verbünden. Twittern. Hashtags nutzen: #rpTEN vor allem. Aber auch andere, z.B. #SozialeArbeit, damit Themen gefunden werden.

Fremdgehen.

Innovationen entstehen dadurch, dass sich neue Verknüpfungen ergeben. Das passiert schon allein dadurch, dass sich das Thema Soziale Arbeit und Digitales miteinander verknüpfen. Es lohnt sich aber bei anderen Institutionen ausserhalb der sozialen Arbeit zu lernen. Einen interessanten Eindruck gab beispielsweise die Deutsche Bahn und ihre Innovationslabs. Räume, in denen kreativ, lustvoll und unabhängig quergedacht werden kann.

Umdenken.

Allein das Studium des Programms setzt schon ein Andersdenken voraus, um die Themen zu identifizieren, die für die Soziale Arbeit von Interesse sind. Dieses Umdenken ist gleichbedeutend mit der Kulturveränderung, die eingeleitet werden muss, um die Digitalisierung tatsächlich in der sozialen Arbeit einziehen zu lassen. Es sind viele kleine Kulturbrüche, die hier gewagt werden müssen, damit ein  digitaler Transformationsprozess gelingen kann.

Fazit.

re:publica und soziale Arbeit gehören zusammen. Denn re:publica als Gesellschaftskonferenz ist soziale Arbeit. Und die Digitalisierung ist in der sozialen Arbeit angekommen.

Das könnte Dich auch interessieren: Digitale Transformation.

Veröffentlicht in Tagebuch

Outlooktipps & Links für Flüchtlinge

Da war sie die erste Woche im neuen Jahr

und schwups,

ist sie auch schon wieder vorbei.

Wenn das dieses Jahr mit allen Wochen so geht, dann ist das Jahr ratzfatz vorbei.

Also, was war los?

Das Netzwerk.

Ich hatte ein paar schöne Termine und Kontakte, die überwiegend über Social Media zustande kamen.

Zum Beispiel habe ich mich mit Prof. Dr. Thomas Münch vom

Blog Praktische Sozialwissenschaft getroffen. Und wir haben uns ausgetauscht und eine Idee reift ran. Mehr davon, wenn es spruchreif ist. 🙂

Dann gab es eine Anfrage wegen eines Gastbeitrags für Zeitzuteilen, der sich gleich zum Interview weiter entwickelte, das bald im Blog veröffentlicht wird.

Ich konnte zwei Referenten für unsere Caritasklausur zum Thema Digitales finden.

Eine klasse Aktion war auch, dass EdTech für Flüchtlinge die Runde gemacht hat und Studienrat Dr. Himmel vom Helferkreis Willstätt dies zum Anlass nahm, mir eine Mail zu schreiben, um eine zusätzliche tolle Linksammlung zur Verfügung zu stellen. Schaut mal rein! Die Infos haben sich verdoppelt!!

Und das alles,

weil man/frau sich zusammen twittert.

Zwischen digital und real wird nicht mehr unterschieden.

Am Mittwoch besuchte uns Kardinal Woelki im Bereich Kinder, Jugend und Familie und überhaupt im Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V..

Ihm ist es wichtig, sein Ohr an der Praxis zu haben.

Wir tranken in einem der Büros fair gehandelten, selbstgekochten Tee.

Nachmittags durfte ich ein paar Worte auf der Gründungsfeier der Stiftung Mary Ward sagen. Mary Ward war eine starke Frau, die im 17. Jahrhundert für die Bildung junger Frauen kämpfte und deshalb sogar als Ketzerin eingesperrt wurde.

„Fürchte Dich nur davor, zu viel Furcht zu haben“ stammt von ihr.

Freitag ging es mit Trends weiter. Identifiziert sind:

Soziale Innovationen, Digitaler Kompetenzdruck, Crowdfunding & Gamification.

Das ist doch was, oder?

Ist es reale oder digitale Arbeitswelt,  wenn das E-Mail- Fach während des Weihnachtsurlaubs vollgelaufen ist? Na, wer unterscheidet da noch. Zu unterscheiden ist jedenfalls dieses Jahr nicht mehr angesagt.

Outlook-Tipp

Hier jetzt der Tipp, den nicht jede/r zu kennen scheint. Outlook-Mails mit Kategorien und Nachverfolgung in Schach halten.

Hier eine Anleitung zum Kategorisieren.

Ehrlich gesagt, ist mir das Kategorisieren schon fast zu viel.

Früher hieß es immer, man sollte ein Papier nicht öfter als 2x in die Hand nehmen bevor es erledigt ist.

So ähnlich sollte es mit mails auch sein. Also nach Absender ordnen. Dann ist schnell entschieden, was überhaupt bearbeitet werden muss. Newsletter haben bei mir nach Weihnachten keine große Chancen auf Lektüre.

Also einfach das Fähnchen (Nachverfolgung) dran. Wenn sich die Mail im Posteingang befindet, erscheint sie damit auch gleichzeitig in den Aufgaben und dort ist mit einem Blick zu erkennen, was an einem Tag bearbeitet werden kann.

Der Rest geht dann ins Archiv.

Hier eine Anleitung zum Nachverfolgen.

Noch nicht genug? Dann gibt es hier noch ein paar

Linktipps:

Sie haben Post. Wie Sie die E-Mail Flut eindämmen können. 

Digitale Grundrechte

Das narzisstische Dilemma im Unternehmen. 

 

PS: Zeitzuteilen hat über 600 Leser/innen. Super!! Danke für Euer Interesse!

Und wie wir sehen: Networking lohnt sich.

 

Wir lesen uns!!

 

Veröffentlicht in Tagebuch

Ordnung machen.

Zwischen den Jahren ist eine gute Zeit auszumisten. Schließlich soll das neue Jahr mit neuem Schwung beginnen. Ich habe in meiner digitalen Ablage herumgewurschtelt, viel gelesen, die Dinge neu sortiert und ein paar neue und alte Apps erprobt.

Die Annäherung an alles Digitale ist bei mir Learning by Doing. Bei Euch auch? Heute hat mir Facebook zum 5. Jahrestag gratuliert. Solange experimentiere ich also schon herum und es gibt jeden Tag etwas Neues dazu zu lernen.

Lebenslanges Lernen. Dass das mal so aussehen könnte, wer hätte das geahnt.

Das Digitale muss einfach wie Schreiben und Lesen zum täglichen Handwerkszeug werden.

Gerade, weil das Digitale so viele Möglichkeiten bereit hält, ist es wichtig das Wissensmanagement so einfach wie möglich zu gestalten. Daran will ich in diesem Jahr verstärkt mit nachfolgenden Tools arbeiten.

Evernote, Wunderlist & Bookmarks.

Evernote und Bookmarks sind wirklich einfache und gute Notier- und Ablagemöglichkeiten.

Die App Evernote, nach langer Abstinenz habe ich es mal wieder ausprobiert, ermöglicht dem Nutzer Notizbücher anzulegen und die einzelnen Notizen nach Schlagwörtern zu sortieren. Es können sogar Erinnerungen angelegt werden oder Voicenotizen gemacht werden. Links können ergänzt und Dateien gleicht mit dazu gelegt werden.

Auch das Ablagesystem auf dem Tablet habe ich mal wieder durchforstet und einige wirklich brauchbare Informationen wieder gefunden. Habe sie auf der FB Seite Zeitzuteilen dann auch gleich gepostet. Das Tolle ist ja, dass dort Beiträge vorgeplant werden können, so dass Euch dort jetzt täglich um 8 Uhr und um 16 Uhr etwas Aktuelles zum Thema Social Media in der sozialen Arbeit erwartet. Für den Fall, dass es etwas Interessantes zu posten gibt.

Die Sharefunktion auf dem Tablet, den Pfeil oben rechts, habe ich auch mal wieder durchforstet und umsortiert. Auch hier kann ich Links nun direkt an Evernote oder Wunderlist weiterleiten. Oder über Twitter teilen. Oder per Messenger und eMail weiterleiten.

Die App Wunderlist: Ich gebe zu, mir gefällt der Name. Aber auch das Design. Daher benutzte ich diese App, um meine To do´s festzuhalten. Sie können Projekten zugeordnet werden, mit Notizen versehen und mit Teilschritten gegliedert werden. In den Mitteilungen werden sie mir dann auf dem Tablet angezeigt.

WhatsApp auf dem Tablet.

Apropos WhatsApp. Ich bin kein allzu großer Fan, aber es wird zunehmend als social media Tool eingesetzt – in der Personalgewinnung, in der Schule, im Sport etc.

Wisst ihr eigentlich, dass es WhatsApp nicht nur auf dem handy gibt, sondern auch auch als webversion für den pc und das Tablet? Voraussetzung ist, dass Du WhatsApp auf Deinem smartphone hast. Das sind die Schritte für´s Tablet bzw. den PC:

  1.  www.web.whatsapp.com aufrufen.
  2. Im Smartphone in Einstellungen gehen,
  3. auf WhatsAppWeb klicken,
  4. dann den Code auf dem Tablet mit dem handy scannen.

Links – Fundstücke der Woche.

Und hier noch ein paar Fundstücke der Woche für Euch:

Gruppenbildung – Facebookgruppen, WhatsApp und Co.  Ein schon etwas älteres Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung, aber sehr gut aufbereitet.

Guidelines für ePartizipation für Jugendliche.

Online-Communities für Senioren: Kostenloses eBook.

 

Ein frohes Neues wünsche ich Euch!

 

Wir lesen uns!

 

Das könnte Dich auch interessieren:  Blick in die Zukunft – Verbändearbeit 2020.

 

 

Veröffentlicht in Social Media

Social Media in der sozialen Arbeit?

Mitarbeitende in der sozialen Arbeit wissen häufig nicht, wie sie digitale Arbeitsmethoden vernünftig in ihrem Alltag einsetzen können. Manche benutzen vielleicht privat Facebook, aber damit hat es sich auch häufig schon. Vielen Älteren sind die digitalen Medien suspekt, gerade weil sie einen Kommunikationsstil pflegen, der ihrer Alltagskommunikation so gar nicht entspricht. Damit sollen sich Öffentlichkeitsarbeiter beschäftigen, wenn überhaupt.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Kommunikations- und Arbeitskultur wie sie in digitalen sozialen Netzwerken praktiziert wird, häufig dem Alltag in sozialen Organsitionen, wenn sie nicht Betterplace oder Changer heißen, noch so wenig entspricht.

Es ist auch nicht damit getan, einen Kurs zu besuchen, der einem zeigt wie Twitter oder Instagram funktioniert, sondern es ist Learning by doing. Und dieses Learning by doing führt zu einer neuen Kommunkationskultur und diese dann zu einer neuen Organisationskultur. Die Garage, in der Steve Jobs seinen ersten Computer entwickelte, ist in jedem Haushalt denkbar und Internetaktivisten sind kleinere oder größere Erfinder.

Dieser Gedanke muss in der sozialen Arbeit Einzug halten. Sozialarbeiter/innen müssen sich als Entwickler/innen begreifen.

Diese Drei sind genug.

Das Tablet.

Seit fünf Jahren experimentiere ich mit unterschiedlichen digitalen Möglichkeiten, um meinem Arbeitsalltag gerecht zu werden. Der Schritt vom mobilen Laptop zum Tablet war der Elementarste hat mir Zeit, Geld und Ressourcen einspart.

Es ist sicher eine Gewohnheitssache, aber ich lese mittlerweile fast alles auf dem Tablet. Die Papierzeitungen sind abbestellt. Es ist umweltfreundlicher und preiswerter. Und das gleiche gilt für Broschüren, größere Dokumente und Präsentationen.

tipp: Ich empfehle die App File Manager zum Transport von Sitzungsunterlagen. Dieser Dateimanager ist wie ein Aktenplan aufgebaut.

Apps.

Die Grundlagen einer funktionierenden digitalen Arbeit sind neben der Hardware gute Programme, sprich Apps. Da es zig verschiedene Apps gibt, empfehle ich, ruhig ein wenig zu experimentieren. Wer noch wenig Erfahrungen mit Apps hat, kann sich vorher mal eine Liste machen, was er normalerweise im Alltag auf seinem Schreibtisch oder an seinem Arbeitsplatz braucht. In der Regel gibt es auch eine entsprechende App dafür.

Am besten die Apps mit treffsicheren Namen in wenigen Ordnern sortieren.

tipp: Nicht zu viele Apps downloaden, sondern lieber experimentieren und auch wieder löschen und andere ausprobieren.

Eine Kladde.

Zusätzlich zu meinem Ipad benutze ich eine DIN A 5 Kladde. Manch eine/r wird sich wundern, das ginge doch auch alles elektronisch. Ja, stimmt. Ich habe da auch Einiges ausprobiert.

Für Notizen und insbesondere Ideenskizzen eignet sich die Kladde einfach besser. Aber es geht auch elektronisch.

tipp: Sehr beliebt ist zum Beispiel die App Evernote. Der Kollege Thomas Mampel gibt wertvolle Hinweise, wie er mit ihrer Hilfe seine Arbeit managet.

Soziale Netzwerke.

Das Blog.

Heutzutage ist es keine große Kunst mehr, seine eigene Webseite zu erstellen und zu pflegen. Mit Plattformen wie wordpress lassen sich mit ein wenig Übung wohldesignete Blogs und anderes kreieren. Dabei ist das bei einem Blog überhaupt nicht nötig, denn ein Blog ist ja nichts anderes als eine schlichte Aneinanderreihung von Textbeiträgen, Fotos, Podcasts oder Videos und mehr, neudeutsch Posts. Grundsätzlich ist Bloggen auch auf anderen sozialen Netzwerken wie Facebook (Notizen) oder Linked In möglich. Der eigene Blog birgt allerdings die Möglichkeit, ihn zum Ausgangspunkt crossmedialer Kommunikation zu machen.Die Abkürzung Blog kommt von Logbuch. Für Einrichtungen der sozialen Arbeit ist es eine gute Möglichkeit über ihre Arbeit und besondere Events zu berichten.

tipp:  Die einfachste Möglichkeit ist, wöchentlich einen Wochenrückblick zu schreiben und ein Foto beizufügen.

Twitter.

Ich schwöre auf Twitter. Es ist mittlerweile mein Informationskanal Nummer 1. Durch die Echtzeitkommunikation und durch seine Vielfalt sind dort Informationen als erstes und auch diversifiziert und zu allen möglichen Themen zu finden. Twitter ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Deswegen habe ich dazu einen separaten Beitrag geschrieben.

tipp: Eine Liste anlegen mit den Themen und Kontakten (Usern), die aktuell für Deine Projekte und Interessen von besonderer Bedeutung sind.

Linked in/Xing.

Beide Netzwerke dienen mir persönlich als Adressverzeichnis. Beiträge aus dem Blog veröffentliche ich dort ebenfalls und auch die Expertengruppen erreichen eine immer höhere Beliebtheit. Auch im Zusammenhang von Personalgewinnungsstrategien sind diese Netzwerke von Bedeutung.

tipp: Wem Facebook oder Twitter zu gewöhnungsbedürftig sind, findet hier eine gute Einstiegsmöglichkeit, sich in Foren zu beteiligen oder Unternehmensnews zu abonnieren.

Facebook.

Facebook arbeitet mit Seiten, Gruppen und persönlichen Profilen. Es gibt mittlerweile viele Gruppen, die für Studierende der sozialen Arbeit und Sozialarbeitende von Interesse sind. Fachspezifische Gruppen und auch Gruppen für Stellensuchende.

tipp: Für soziale Organisationen kein Profil sondern eine Seite einrichten.

Instragram.

Generell erfreuen sich Bilder und Videos zunehmender Beliebtheit. In Instagram werden Fotos und Videos veröffentlicht. Es verlangt ein wenig Kreativität, da über die Fotografie zum Ausdruck kommt, welche Botschaft ich habe.

tipp: Instagram für Beginner: 10 Tipps für den Start.

Wissensmanagement ist easy.

Guter Content ist King. Guter Content zeugt von Qualität. Da hat sich zwischen früher und heute wenig geändert. Aber früher war es hauptsächlich eine Sache der Journalisten. Heute ist es Aufgabe jedes Einzelnen. Auch in der sozialen Arbeit.

Und der Unterschied zu früher ist, jede/r Einzelne kommuniziert, produziert und verarbeitet die Inhalte selbst. Das hat verrückte Auswirkungen auf die in der analogen Welt wirksamen Arbeitsstrukturen. Auch in der sozialen Arbeit hält das Einzug. Learning by doing ist Prinzip. Nichts ist mehr zu Ende gedacht, alles kann und muss ständig weiter entwickelt werden.

Ich benutze ein paar wenige Apps, um mich auf dem Laufenden zu halten. Dabei lese ich neben den klassischen Zeitungen, die ich in der Regel über Twitter konsumiere, gerne andere Blogs, die es mittlerweile zu den vielfältigsten Themen gibt.

Wenn ich kurzfristig Informationen sammeln will, speichere ich die entsprenchende Seite auf meiner Tabletoberfläche in einem entsprechend benannten Ordner, z.B. Blogartikel XY. Was ich länger aufheben möchte, lege ich in OneNote ab.

tipp: Halte Dein Tablet oder Smartphone übersichtlich. Ich benutze einen Feedreader, eine App, die Dir ermöglicht Blogs zu abonnieren und immer, wenn sie einen neuen Beitrag eingestellt haben, erscheinen sie im Reader. Meine App hierfür heißt Newsify.

Produzieren.

Als Social Media Akteur wirst Du schnell zum Produzenten. Du schreibst, fotografierst, drehst kleinere oder größere Videos oder vertonst Deine Texte. Das ist das Neue. Als Experte für Deinen Inhalt wirst Du Teil einer Weiterentwicklung und entwickelst sie auch mit.

Im Rahmen dieses Blogs beobachte ich neue Entwicklungen, lerne im Austausch mit anderen und entwickle auch wieder weiter. Und das kann in der sozialen Arbeit insgesamt geschehen.

Eine App ist mehr oder weniger schnell entwickelt und wenn wir unser Know-How miteinbringen, kann sie sinnvoll genutzt werden: für die Flüchtlingshilfe, als Obdachlosenzeitung, als Wegweiser, zur Übersetzung, als Lernhilfe für Kinder und Jugendliche, die andere Herangehensweisen an Bildung brauchen als es sie klassischerweise gibt. Gamification ist gefragt. Wie können wir Menschen durch spielerische Aktionen an Lernprozessen beteiligen?

tipp: Probiere Dich aus. Es ist Learning by doing. Das wichtigste ist: Trau Dich! Es wird Dich weiterbringen.

Influencing.

Wenn Du so agierst, wirst Du feststellen, dass Du zum Influencer wirst. Du wirst gelesen, wahr genommen. Und das promotet auch Deine Einrichtung. Aber wichtig ist eigentlich, dass die Marke oder die Einrichtung nicht im Vordergrund stehen und auch nicht vordergründig von Interesse sind. Das Neue an der Kommunikation 4.0 ist, dass Du von Bedeutung bist. Deine Meinung, Deine Persönlichkeit, Dein Stil, Deine Interessen. Ohne Dich funktioniert es nicht. Das ist die neue Qualität: Nicht mehr wenige Journalisten oder Politiker entwickeln unsere Gesellschaft medial miteinander weiter, sondern wir alle. Und wir sind Botschafter/innen unserer eigenen Ideen und Werte.

tipp: Suche Dir Themen, Kampagnen, Aktionen, die Dich wirklich interessieren, dann wirst Du wichtige Beiträge zu deren Weiterentwicklung leisten können.

Die Community.

Du bildest ganz automatisch eine Community. Das sind die Leute, die Dir auf den unterschiedlichen Kanälen folgen. Wenn es Dir wichtig ist, dass die Community ausgewogen ist, dass verschiedene Experten und Expertinnen mit dabei sind, dann folge ihnen, gehe ins Gespräch, schreibe Kommentare. Im Vordergrund steht das Thema, das Euch verbindet und das Du weiterbringen willst.

Das könnte Dich auch interessieren:

Lust auf mehr?  Gute Beispiele aus der Praxis.

Das könnte Dich auch interessieren: Soziale Arbeit 4.0.

Für Euch getestet: Snapchat – ein Selbstversuch.

image